BERLIN TRANSFER hat die Koordinatorinnen der drei Berliner Projektverbünde gefragt: Stefanie Hutsch (IdeAl für Berlin - Integration durch europäischen Austausch lernen, Träger: KIDS&CO g.e.V.), Christine Scherer (Netzwerk-Event Berlin, Pfefferwerk AG) und Madelonne von Schrenck (Job Destination Europe, Projekt-Verbund aus u.bus GmbH und Bildungsmarkt e.V.).


BT (BERLIN TRANSFER): Die Mobilität von Jugendlichen und all die Chancen, die sie mit sich bringt, fällt in diesen Monaten auch der Covid-Notlage zum Opfer. Worin besteht, Ihrer Erfahrung nach, der Mehrwert solcher Auslanderfahrungen für die jungen Menschen?

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BT hat Kriminalhauptkommissarin Anja Sue gefragt, Koordinatorin der internationalen Projekte


BT (BERLIN TRANSFER): Wie haben sich die Pandemie-Einschränkungen auf die transnationalen Aktivitäten der Polizei Berlin ausgewirkt?

AS (Anja Sue): Ab Mitte März 2020 wurden hier alle Aktivitäten gestrichen, entweder seitens der Polizei Berlin oder der ausländischen Partner und in jedem Fall einvernehmlich. Prinzipiell wurden Mobilitäten zunächst ausgesetzt und man einigte sich mit den Partnern auf eine neuerliche Terminsetzung.Wenn absehbar war, dass die noch ausstehenden Aktivitäten in der noch vorhandenen Projektlaufzeit aufgrund der Covid-19-bedingten Einschränkungen nicht zu bewältigen sein würden, wurden Verlängerungen der Projektlaufzeit beantragt. Dies betraf:

- das Projekt „Safer Space for Safer Cities - SafeCi“ (Förderprogramm ISF Police) – Verlängerung durch die EU-Kommission bewilligt bis 06/21

- das Projekt „Police Academy Goes Europe“ (Förderprogramm Erasmus+) - Verlängerung bewilligt durch die NABiBB (Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung) bis 06/21.

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Ein Bericht von Elias Brandl, Referent für die Erasmus+ Auslandspraktika der WBS Schulen


Die Coronapandemie hat auch unsere internationalen Aktivitäten schwer getroffen. Von für dieses Jahr ursprünglich 75 geplanten Praktika und Lernaufenthalten im Ausland konnten leider gerade einmal rund 30 tatsächlich stattfinden; die meisten davon vor dem ersten Lockdown im März 2020. In der Folge haben wir nach Möglichkeiten gesucht, trotz dessen Wege zum internationalen Austausch zu finden, mussten vor dem Hintergrund, dass wir ein Bildungsträger im Bereich Gesundheit und Soziales sind, allerdings feststellen, dass ein Ersatz der Praktika durch virtuelle Angebote Seitens Erasmus+ keinen echten Mehrwert für unsere SchülerInnen und Lehrkräfte bietet, da der Kontakt mit Menschen in diesen Berufsfeldern im Vordergrund steht.

Dadurch haben wir in den Sommermonaten versucht, noch einige Auslandspraktika und Mitarbeiterreisen in solche Länder zu organisieren, die geringe Infektionszahlen und sichere Reisebedingungen aufwiesen. Dies ist uns zum Teil sogar gelungen, sodass vereinzelte Schüler und eine Gruppe von Lehrkräften nach Zypern und London reisen konnten. Weitere Vorhaben sind dann allerdings der zweiten Corona-Welle zum Opfer gefallen.

Rückblickend auf das Jahr 2020 müssen wir konstatieren, dass uns die Pandemie in unseren internationalen Bestrebungen, wenn nicht unbedingt zurückgeworfen, aber mindestens ausgebremst hat. Viele Auslandserfahrungen konnten nicht gemacht und viele vorfreudige Wünsche auf tolle Einblicke leider nicht erfüllt werden. Doch arbeiten wir nach dem Grundsatz: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Für das kommende Jahr erhoffen wir uns eine Beruhigung der Lage und möchten unsere Aktivitäten, sobald dies verantwortbar ist, wieder aufnehmen. Wir stehen in ständigem Austausch mit unserem großartigen Partnernetzwerk und warten alle sehnsüchtig darauf, dass es wieder losgehen kann. Viele der SchülerInnen, die dieses Jahr nicht über Erasmus+ verreisen konnten, haben ihr Interesse für das kommende Jahr schon angemeldet, sodass wir umso stärker aus der Pandemie zurückkehren werden.

MEHRWERT EUROPA: die Studie zeigt, dass die europäische Erwachsenenbildung ein unverzichtbarer Bestandteil des lebenslangen und lebensweiten Lernens ist. Gerade mit ihren non-formalen, vielfältigen und flexiblen Ansätzen erreicht sie Zielgruppen, die im formalen Bildungskontext außen vor blieben. (aus der Einführung)

Fragestellungen:

  • Zu welchen Professionalisierungseffekten kommt es beim Bildungspersonal?
  • Wie entwickeln sich die Angebote der Einrichtungen durch die Projektergebnisse weiter?
  • Welche Zielgruppen profitieren von den Projekten und wie werden diese erreicht?
  • Wie verändern sich Kooperationsstrukturen und Netzwerke durch ein Projekt?
  • Welche Resonanz erfahren die Projekte aus Fachkreisen und auf politischer Ebene?

Studienergebnisse als Ausgangspunkt für zukünftige Aktivitäten:

  • Wirkungen innerhalb der Organisationen
  • Wirkungen auf die Zielgruppen
  • Wirkungen auf die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen
  • Wirkungen im Umfeld der Organisationen

Quelle und zum Download der Studie der NA beim BIBB


Lernen für die Weiterbildung aus Ansätzen der Frühkindlichen Bildung

Selten war kontinuierliche Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen so wichtig wie heute: Technologische Innovationen und klimatische Bedrohungen fordern sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zum Umdenken auf. In Betrieben werden kurz-, mittel- und langfristig ganz neue Kompetenzen und Expertisen benötigt. Mit Verweis auf Erkenntnisse der Lernforschung erläutert der Artikel, warum sich Weiterbildungen mehr an Ansätzen der Frühkindlichen Bildung orientieren sollten. Die Publikation „Lebensbegleitendes Lernen in Zeiten der Transformation – Lernen von Ansätzen der Frühkindlichen Bildung“ wurde im Rahmen des Modellprojektes „Pooling des E-Mobilitäts-Lernens“ erstellt. Das Vorhaben wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

zum Download des Artikels

Die begleitende Evaluation des JOBSTARTER-plus Programms zeigt, dass Aus- und Weiterbildung zu einem Schlüsselprozess für die digitale Transformation werden. Wenn Unternehmen den digitalen Wandel bestehen wollen, ist es notwendig, dass sie sich strategisch mit der Digitalisierung beschäftigen und die erforderliche Personalentwicklung gleich mitdenken.
In der dritten Förderrunde Teil B von JOBSTARTER plus haben 20 Projekte drei Jahre lang zum Thema Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaft 4.0 gearbeitet. Die Erfahrungen dieser Arbeit zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen in der Regel noch am Anfang der Entwicklung stehen und zu all diesen Themen Beratung benötigen.

In den vorliegenden Arbeitshilfen sind hilfreiche Praxistipps und Beispiele für solche Beratungsarbeit zusammengestellt.

Quelle und weitere Informationen: https://www.jobstarter.de/de/arbeitshilfe-digitaler-wandel.html


Auch QUANT 4.0 Projektergebnisse sind als Best-Practice-Beispiele in der JOBSTARTER Arbeitshilfe „Digitaler Wandel und Ausbildung" erschienen: https://www.jobstarter.de/de/arbeitshilfe-digitaler-wandel.html#2425

JOBSTARTER plus Projekte in Berlin


 

Die Befragungsergebnisse der 76 abgeschlossen Projekte, die im 1. bis 3. "rückenwind+" - Aufruf gefördert wurden, liegen seit Kurzem vor. (Datum 02.07.2020).

Folgenden thematischen Schwerpunkte der Projektarbeit ergeben sich aus der Befragung:

  • Führungskräfteentwicklung
  • Entwicklung der Unternehmenskultur
  • Lebensphasenorientierung, Vielfalt im Betrieb und Geschlechtergerechtigkeit
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Innovationsförderung und Arbeit 4.0
  • Entwicklung digital basierter Formate, Lernplattformen
  • Entwicklung von Online-Plattformen, um die Rekrutierung von Personal zu unterstützen

siehe auch: https://www.bagfw-esf.de/themen-/-projekte

'Wie wichtig die von den "rückenwind+" - Projekten des 1. bis 3. Förderaufrufs geleistete Arbeit im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung für die gemeinnützige Sozialwirtschaft ist, wird vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen aufgrund des COVID-19-Virus ganz besonders deutlich.

So sind "rückenwind+" - Projekte seit Beginn der aktuellen ESF-Förderperiode, die also noch nicht den Schwerpunkt im Bereich "Arbeit 4.0 & Digitalisierung" verfolgten, dadurch geprägt, dass sie zum Teil erstmals grundsätzliche Veränderungsprozesse in den Verbänden und Einrichtungen in Gang setzen.' ... um die Entwicklung von neuen und digital gestützten Arbeitsformen voranzubringen.

Quelle: Der Bericht "Erfahrungen zählen im ESF-Programm rückenwind+"


pfeilrückenwind+ Projekte in Berlin 

Die dritte Transfertagung des ESF-Programms rückenwind+ fand am 23. Mai 2019 in Berlin statt. Das diesjährige Thema lautete: „Vom Strukturwandel zum Kulturwandel – Digitalisierung, Vielfalt und Innovation in Unternehmen der Sozialwirtschaft“. Zu ihren Ansätzen in der Personal- und Organisationsentwicklung tauschten sich die Projektträger in vier Dialogforen (Personalkultur, Lernkultur, Unternehmenskultur, Innovationskultur) aus.

Zur Dokumentation der Tagung


rückenwind+ Projekte in Berlin

Gespräch mit Peter Albrecht, geschäftsführendem Gesellschafter der GEBIFO * (Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung mbH).


Kooperation und Austausch sind kein Selbstverständnis bei Projekten, die in derselben Region und in einem ähnlichen Bereich aktiv sind und möglicherweise unter dem Druck stehen, sich mit ihrer Arbeit zu profilieren. Wie gehen Berliner JOBSTARTER-Projekte damit um?

Peter Albrecht: „Erfreulicherweise kooperieren Berliner Projekten sehr gut miteinander. Ein wichtiges Instrument dafür ist auch der JOBSTARTER-Beirat, den es bislang nur in Berlin gibt, in dem alle Projekte vertreten sind, sowie auch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS), die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF), die Regionaldirektion sowie die Kammern, mit dem Ziel, sich besser kennenzulernen und Synergien zu den anderen herzustellen. Der Beirat besteht seit Januar 2019 und wird wieder Anfang des Jahres zusammenkommen.“

In welcher Form kooperieren die Projekte untereinander?

„Die Projekte, die im Bereich Digitalisierung aktiv sind, die Digitalisierungsförderlinien 3b, aus der 3. Förderungsrunde, tauschen sich im Netzwerk miteinander aus, sowie auch mit Betrieben, und nutzen gemeinsame Plattformen. Sie entwickeln und nutzen Angebote, die erst durch die Digitalisierung möglich sind, und von denen viele profitieren. Ein Beispiel dafür ist der sog. Digi-Koffer des Handwerkkammerprojektes DAKs, ein Beratungsinstrument für Unternehmen, das sehr gut ankommt.“

Bestehen auch mit JOBSTARTER-Projekten in anderen Bundesländern Kontakte?

„Ja, der Austausch unter JOBSTARTER-Projekten findet auch überregional statt, z.B. zwischen Arbeitsgruppen, die sich u.a. mit dem Thema „Train the Trainer“ befassen und Ideen und Erfahrungen von anderen Projekten in eigenen Weiterbildungsangeboten umsetzen. Das betrifft vor allem die Digitalisierungsprojekte. Eine ähnliche Bereitschaft, miteinander zu kooperieren, beobachte ich auch bei Berliner JOBSTARTER-Projekten der Förderrunde 4, die u.a. den Auftrag haben, Unternehmen und potenzielle Auszubildende zusammenzubringen.“

Machen sich diese Projekte die immer weniger werdende Auszubildende nicht strittig?

„Umgekehrt. Die drei Projekte in dieser Förderrunde 4 haben auf Arbeitsebene sehr schnell einen Kontakt zueinander gefunden. Sie tauschen sich gut aus, ergänzen sich und gehen auch gemeinsam auf Unternehmen und Jugendliche zu. Die Kooperation untereinander ist besonders positiv, da sich die Projekte mit ihren eigenen Schwerpunkten ergänzen. Regelmäßige Stammtischtreffen haben bei Berliner Projekten Tradition; früher hatten einige sogar einen gemeinsamen Messestand bei Bildungsmessen, von dem jeder profitiert hat, weil jeder seinen Schwerpunkt hatte. So konnten sie an einem gemeinsamen Stand viele verschiedene Angebote machen.“

Wie werden Ergebnisse aus der Projektarbeit Kooperationspartner zugänglich gemacht?

„Ein Beispiel ist die Bestandsaufnahme der Praktikumsformate, die das Projekt ToP Start gemacht hat. Davon gibt es in Berlin eine große Vielfalt: Praktika unterscheiden sich sehr stark sowohl im Alter der Zielgruppe als auch im Praktikumsziel. Dieser Überblick bietet Schlüsselinformationen für die Unternehmen, wenn sie einen Praktikumsplatz anbieten: es macht ihnen leichter, passende Praktikumsprofile und -angebote zu entwickeln. Insbesondere die vielen älteren potenziellen Azubis, die die Oberstufenzentren frequentieren, können damit erreicht werden. Die Bestandsaufnahme wird auch anderen zur Verfügung gestellt, und ähnliches wird jetzt auch für die Situation in Brandenburg erstellt.“

Inwieweit profitieren Projektmitarbeiter*innen vom Austausch und Transfer?

„Vernetzung ist eine wichtige Aufgabe, damit andere Strukturen von den Ergebnissen und Erkenntnissen profitieren können. Allerdings sollte die Einarbeitung der Mitarbeiter umfassender konzipiert werden. Alle unsere Werkzeuge, die verbreiten sich nicht dadurch, dass sie in einem Buch stehen. Mit neuen Schulungen und Austauschformaten für Mitarbeiter könnten wir eine größere Nachhaltigkeit erreichen, als wenn das Ganze nur gesammelt und beschrieben wird. Wir haben im JOBSTARTER angefangen, ein Starterpaket für die Mitarbeiter zu machen, aber Schriftliches erreicht die Menschen leider nicht so effektiv. Zu den zentralen bundesweiten Veranstaltungen können auch nur jeweils zwei Menschen pro Projekt, das sind zu wenige, die direkt erreicht werden. Daher freue ich mich sehr, dass die Mitarbeiter zwischen den Projekten kommunizieren, sich auf einem sehr kurzen Weg austauschen, gemeinsam nach Lösungen suchen und dadurch sich auch immer wieder voranbringen und sich weiterentwickeln. Das ist das Schönste, was wir sehen können: dass es funktioniert.“

(*) GEBIFO (Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung mbH) berät und begleitet Unternehmen zu Strategien der Fachkräftesicherung und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Aus- und Weiterbildung ihres Personals. Gemeinsam mit regionalen Partnern setzt das 1993 gegründete Unternehmen Projekte in den neuen Bundesländern und Berlin um. Als JOBSTARTER-Regionalbüro Ost ist GEBIFO Ansprechpartner für die neuen Länder und Berlin und unterstützt die geförderten Projekte aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.


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