Projekt für KMU und Weiterbildungsanbieter: QuBiE – Qualität und Bildungsevaluation

Im Projekt werden auf den Bedarf der KMU zugeschnittene Evaluationsinstrumente für die Weiterbildung herausgearbeitet und erprobt. Damit erhalten Weiterbildungseinrichtungen und KMU Instrumente und Umsetzungshilfen, um Weiterbildung unternehmensbezogen planen und den Transfer des Erlernten effektiver gestalten zu können. Die KMU werden in die Lage versetzt, den Bildungsverlauf zu beeinflussen und den Nutzen von Weiterbildung besser bewerten zu können. Die Auswahl bzw. Gestaltung geeigneter Weiterbildungen wird stärker am Nutzen ausgerichtet und somit die Bereitschaft von KMU zur Weiterbildung wesentlich gesteigert. Die Bildungseinrichtungen werden durch geeignete Evaluationsinstrumente und Hilfen zur Entwicklung der Trainerkompetenzen besser in die Lage versetzt, die Qualität ihrer Bildungsangebote zu verbessern.

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert.

Projektträger: RKW Berlin

Projektbeginn: 01.01.2014

Projektpartner: Berliner Bildungseinrichtungen und KMU (bisher: Consulting & Qualifikation – Bildungszentrum Haberhauffe GmbH, Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN Berlin gGmbH, micro resist technology GmbH), Humboldt-Innovation GmbH, Berater und Experten des RKW-Netzwerkes.

Im Projekt werden auf den Bedarf der KMU zugeschnittene Evaluationsinstrumente für die Weiterbildung herausgearbeitet und erprobt. Damit erhalten Weiterbildungseinrichtungen und KMU Instrumente und Umsetzungshilfen, um Weiterbildung unternehmensbezogen planen und den Transfer des Erlernten effektiver gestalten zu können. Die KMU werden in die Lage versetzt, den Bildungsverlauf zu beeinflussen und den Nutzen von Weiterbildung besser bewerten zu können. Die Auswahl bzw. Gestaltung geeigneter Weiterbildungen wird stärker am Nutzen ausgerichtet und somit die Bereitschaft von KMU zur Weiterbildung wesentlich gesteigert. Die Bildungseinrichtungen werden durch geeignete Evaluationsinstrumente und Hilfen zur Entwicklung der Trainerkompetenzen besser in die Lage versetzt, die Qualität ihrer Bildungsangebote zu verbessern.

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert.

Projektträger: RKW Berlin

Projektbeginn: 01.01.2014

Projektpartner: Berliner Bildungseinrichtungen und KMU (bisher: Consulting & Qualifikation – Bildungszentrum Haberhauffe GmbH, Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN Berlin gGmbH, micro resist technology GmbH), Humboldt-Innovation GmbH, Berater und Experten des RKW-Netzwerkes.

Ausgangslage

Das Land Berlin verfolgt das strategische Ziel, durch die Förderung von Transparenz, Beratung und Qualität auf dem Weiterbildungsmarkt gute Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen und Effektivität in der beruflichen Weiterbildung zu schaffen. Die Arbeitgeber werden aufgefordert, ihr Engagement bei der beruflichen Weiterbildung ihrer Beschäftigten weiter zu erhöhen. Genau diesem Anliegen wendet sich das Projekt QuBiE zu, indem es Weiterbildungseinrichtungen und KMU Instrumente und Umsetzungshilfen an die Hand gibt, um Weiterbildung unternehmensbezogen planen und den Transfer des Erlernten effektiver gestalten zu können.

In den meisten kleinen und mittleren Unternehmen in Berlin ist das Personalmanagement bislang (zu) wenig ausdifferenziert: Neben den rein personalverwaltenden Funktionen werden Personalentwicklung, -planung und -beschaffung nur rudimentär wahrgenommen. Der Handlungsbedarf besteht in der Weiterentwicklung und praxisorientierten Ausrichtung von Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen. KMU benötigen spezifische praxisnahe Instrumente und Umsetzungshilfen, um Weiterbildung unternehmensbezogen planen und den Transfer des Erlernten effektiver gestalten zu können.
Erforderlich sind insbesondere Instrumente und Methoden, die es den KMU erlauben die Nutzenpotenziale der Weiterbildungsdienstleistungen systematisch zu ermitteln, die bei ,Bauch-Entscheidungen'  leicht ,unter den Tisch fallen', wie z. B. Verbesserungen der Lernfähigkeit und -motivation, der Zufriedenheit, verbesserte Kooperations- und Koordinationsleistungen, Teamfähigkeit u. a.

Erfahrungsgemäß bereitet es Weiterbildungseinrichtungen und KMU Schwierigkeiten Anforderungen und Instrumente der Evaluation richtig zu bestimmen und anzuwenden. Häufige Probleme dabei sind:

  • Differenzierung zwischen Monitoring und Evaluation;
  • Reduzierung der Evaluation auf „Feedback abholen“;
  • Bestimmen der adäquaten Evaluationsziele und -formen;
  • Nutzung der Evaluationsergebnisse für den Transfer und die Curriculumentwicklung.

Wenn gut gestaltet, betrachten Bildungsunternehmen Monitoring und Evaluation als notwendig und sehr nutzbringend. Das Projekt baut auf den Vorgängerprojekte „TQP – Transnationale Qualitätspartnerschaften“ „InQuaVET“  und „QuBiC“ auf.

Ziele des Projekts

Ein Ziel des Projektes besteht darin, existierende und neue Instrumente der Evaluation als Bestandteil des Qualitätsmanagements aufzubereiten und für Weiterbildungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen nutzbar zu machen. Sie werden leicht anwendbar und transparent gestaltet, damit sie nachhaltig die Effektivität und damit auch die Inanspruchnahme von Weiterbildung fördern. Neben Literaturquellen fließen insbesondere Erfahrungen des RKW-Netzwerkes im Bereich der Evaluation und des Bildungscontrollings in das Projekt ein. Das Projekt setzt die Arbeit des QuBiC-Projektes fort. Die dort aufbereiteten Instrumente des Bildungscontrollings werden valorisiert und in die Evaluation einbezogen.

An die Bedürfnisse der KMU angepasste Evaluationen in der Bildung werden die Unternehmen in die Lage versetzen, den strategischen und operativen Nutzen ihrer Weiterbildung systematisch und aussagekräftig zu reflektieren. Dadurch kann die Ausrichtung der Weiterbildung auf konkrete betriebliche Anforderungen und damit die Lernerfolge sowie insgesamt die Qualität der betrieblichen Weiterbildung erheblich verbessert werden.

Im Handlungsfeld Evaluation sollen zunächst Definitionen und praktikable Abgrenzungen für die Begriffe Evaluation, Monitoring, Bewertung, Feedback und Leistungsnachweis entwickelt werden. Hier gibt es vielfach Missverständnisse und Abgrenzungsschwierigkeiten. Wobei im Projekt Monitoring, Bewertung, Feedback und Leistungsnachweis als Teile bzw. Quellen der Evaluation begriffen werden.

Im Projekt werden Methoden und Instrumente der Evaluation sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten herausgearbeitet. Für die Evaluation bzw. Bewertung der Lernleistung einerseits und der Lerndienstleistung andererseits werden:

  • Ziele und Umfang definiert,
  • Methoden und Instrumente erarbeitet,
  • Empfehlungen für den Umgang mit den Ergebnissen gegeben.

Die nutzensorientierte Umsetzung von Weiterbildung hängt maßgeblich vom Einsatz kompetenter und gut vorbereiteter Trainerinnen und Trainer ab. Für die zielgerichtete Weiterbildungsplanung und -organisation bedarf es geeigneter Kompetenzprofile. Sie sind auch die Voraussetzung für die gezielte Kompetenzentwicklung der einzelnen Lehrkräfte und des Lerndienstleisters selbst. Diese Herausforderung wächst mit dem zunehmenden Weiterbildungsbedarf, neuen Lehr- und Lernformen sowie immer neuen und anspruchsvolleren Lernfeldern. Es gibt diesbezüglich ein Defizit an Deskriptoren für die Beschreibung generischer Trainerkompetenzen.
Im Handlungsfeld Entwicklung der Kompetenzen von Lehrkräften in der Weiterbildung werden Empfehlungen für die Beschreibung generischer Trainerkompetenzen und für die Personalentwicklung erarbeitet. Wesentliche Inhalte sind:

  • Begriffsklärung
  • Deskriptoren für die Beschreibung generischer Trainerkompetenzen
  • Möglichkeiten der Bewertung von Kompetenzen der Lehrkräfte

Projektbausteine

  • Entwicklung eines Praxisleitfadens für Evaluation
  • Beratung von Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung und anderen KMU zur Einführung von Evaluations-Instrumenten
  • Trainings zu Evaluations- und Controllinginstrumenten
  • Weiterentwicklung von Standards für die Aus- und Weiterbildung

Geplante Ergebnisse

1.    Evaluation in der Weiterbildung

Erarbeitung von Definitionen und Schaffung eines Sets von Evaluationsinstrumenten, Beratung von KMU und Einrichtungen der Weiterbildung sowie Durchführung von Trainings. Alle Instrumente und Maßnahmen werden als Bestandteil des Qualitätsmanagements betrachtet und nachhaltig in den Managementsystemen der Bildungseinrichtungen und KMU verankert. Zu den Instrumenten zählen auch die vom RKW Berlin erarbeiteten strukturierten Hilfen zur Prüfung nationaler und internationaler Bildungsprodukte.

  • Zentrales Ergebnis wird die Erarbeitung des Praxisleitfadens für die Evaluation in der Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen sein. Der Leitfaden soll modular aufgebaut und so verfasst sein, dass er an die Erfahrungswelt von Personalverantwortlichen und Führungskräften in KMU anschließt. Er enthält Instrumente und Methoden, Entscheidungshilfen für die Auswahl von geeigneten Hilfsmitteln sowie Praxisbeispiele;
  • Tools zur elektronischen Unterstützung der o. g. Evaluationsinstrumente (Checklisten, Bewertungsbögen u. a.);
  • Beratung von 10 Weiterbildungseinrichtungen und KMU bei der Einführung und Erprobung der Evaluationsinstrumente (jeweils 5 Tage). Nutzung der Beratungsergebnisse als wesentlichen Input für den Praxisleitfaden;
  • 1 Workshop zu den Evaluationsinstrumenten zum Austausch der Erfahrungen unter den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie als Input für den Praxisleitfaden;
  • Trainingskonzept für die Vermittlung von Evaluationsinstrumenten;
  • 2 Ein-Tages-Trainings zu den Evaluations- und Controllinginstrumenten für die Projektteilnehmer/-innen;
  • 5 Ein-Tages-Trainings zu den Evaluations- und Controllinginstrumenten für KMU, Bildungseinrichtungen und Multiplikator(inn)en aus Berlin.

 

2.    Empfehlungen für die Entwicklung der Kompetenzen von Lehrkräften in der Weiterbildung

Mit der Begriffsklärung sollen u. a. Abgrenzungen zwischen Personalentwicklung und Kompetenzentwicklung, zwischen fachlicher und didaktisch-pädagogischer Qualifikation sowie zwischen Beobachten und Bewerten vorgenommen werden.
Kern in diesem Handlungsfeld sind die Deskriptoren für die Beschreibung generischer Trainerkompetenzen. Sie werden ergänzt durch das Aufzeigen von Möglichkeiten der Bewertung von Kompetenzen der Lehrkräfte.

 

3.    Umsetzung der Projektergebnisse in internationalen Standards

Die Ergebnisse des Projektes werden für die Arbeit in der Internationalen Organisation für Standardisierung, namentlich im Technischen Komitee für Lerndienstleistungen (ISO/TC 232) genutzt. Das Projekt unterstützt die Arbeit des Komitees und damit die Valorisierung und Umsetzung von Innovationen, die im Rahmen von ESF-Projekten in Berlin entwickelt wurden. In die Diskussionen um neu entstehende Standards für Lerndienstleister in der Weiterbildung werden Berliner Institutionen aktiv einbezogen.
Das Projektteam wird an der Weiterentwicklung der ISO 29990 sowie der Schaffung von Spezifikationen des Standards in der ISO mit fachspezifischen Untersetzungen der Anforderungen mitarbeiten. Diese zzt. geplanten Normungsvorhaben sind:

  • Vorbereitung auf die Revision der ISO 29990
  • Dienstleistungsstandard „Lerndienstleistungen für die Aus- und Weiterbildung – Anforderungen“
  • Evaluation und Bewertung in der Aus- und Weiterbildung – Anforderungen mit Empfehlungen
  • Entwicklung von Lehr- und Trainingskompetenzen in der Aus- und Weiterbildung – Empfehlungen für Lerndienstleister.
  • Managementsystem für formale Bildungsorganisationen (ISO/PC 288)

Über den gesamten Projektverlauf werden Berliner Bildungseinrichtungen bei der Einführung der DIN ISO 29990:2010 bzw. der Überführung von bestehenden Qualitätssicherungssystemen in diese internationale Norm unterstützt.

Kooperationen und Netzwerke

Im Verlauf des Projektes werden die in der Vergangenheit aufgebauten Kooperationen weiter gepflegt und neue Kooperationen aufgebaut:
International: ISO-Komitee ISO/TC 232 für Lerndienstleistungen, IFCES International Forum for the Certification of Educational Services, EAQUALS Evaluation & Accreditation of Quality in Language Services, QCI Quality Council of India, JAMOTE Japan Association for Management of Training and Education, CNIS China National Institute of Standardization, QALLL-Netzwerk Quality Assurance in LifeLong Learning with a Focus on Vocational Education and Training and Adult Education, PROMIS@Serice Sarl.
National: DIN Arbeitsausschuss für Bildungsdienstleistungen; Arbeitskreises Berufliche Bildung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V., BIBB Bundesinstitut für Berufsbildung, FDL Forum DistancE Learning, DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität, DQS Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, EUROPANOZERT, DeuZert Deutsche Zertifizierung in Bildung und Wirtschaft GmbH, CERTQUA, ZWH Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk, Bergische Universität Wuppertal.
Regional: kos GmbH, GFBM – gemeinnützige Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen, Forum Berufsbildung, BIUF e.V. Brandenburgisches Institut für Umschulung und Fortbildung, Qualitätsinitiative Berlin-Brandenburg, VQB - Verein für Qualitätsförderung Brandenburg e.V., IHKs Berlin und Brandenburgs, HWK Berlin, Humboldt Universität, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Technische Universität, Freie Universität.

Kontakt

Julia Hinz
Projektleiterin
Tel.: +49 30 2062259-17
Fax: +49 30 2062259-50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kurzprofil von Julia Hinz
Quelle:http://rkw-bb.de/qubie.html

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