PEB - Crossmedia for Change

Das innovative Modellprojekt Crossmedia for Change der gemeinnützigen multicult Radio- und Medienproduktionen UG wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit, innerhalb des Programms „Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung“ (PEB). In praxisnahen Seminaren und Workshops erwerben die Teilnehmenden crossmediale Kenntnisse und lernen neues Handwerkszeug, das sie befähigt, den aktuellen Anforderungen der Medienbranche zu entsprechen. Berücksichtigt wird die Radio-, Online-Audio- und Podcast-Entwicklung mit der Erweiterung hin zum Bildjournalismus und zu den sozialen Medien.

In den Praxisworkshops produzieren die Projektteilnehmer*innen Content-Formate mit gender-gerechten, gemeinwohlorientierten und grünen Perspektiven sowie verbindende, interaktive digitale Formate, die in der Krisenzeit gefragt sind. Durch die Veröffentlichung ihrer Produktionen im hauseigenen Medium und seinen social media Kanälen wird das Empowerment (der Zielgruppe) gefördert, individuelles Jobcoaching und Hospitationen in Medienunternehmen bereiten den Einstieg- bzw. Wiedereinstieg der Teilnehmenden in die Berufswelt vor.

Das innovative Modellprojekt Crossmedia for Change der gemeinnützigen multicult Radio- und Medienproduktionen UG wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit, innerhalb des Programms „Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung“ (PEB). In praxisnahen Seminaren und Workshops erwerben die Teilnehmenden crossmediale Kenntnisse und lernen neues Handwerkszeug, das sie befähigt, den aktuellen Anforderungen der Medienbranche zu entsprechen. Berücksichtigt wird die Radio-, Online-Audio- und Podcast-Entwicklung mit der Erweiterung hin zum Bildjournalismus und zu den sozialen Medien.

In den Praxisworkshops produzieren die Projektteilnehmer*innen Content-Formate mit gender-gerechten, gemeinwohlorientierten und grünen Perspektiven sowie verbindende, interaktive digitale Formate, die in der Krisenzeit gefragt sind. Durch die Veröffentlichung ihrer Produktionen im hauseigenen Medium und seinen social media Kanälen wird das Empowerment (der Zielgruppe) gefördert, individuelles Jobcoaching und Hospitationen in Medienunternehmen bereiten den Einstieg- bzw. Wiedereinstieg der Teilnehmenden in die Berufswelt vor.

Projektlaufzeit

Erster Durchgang April 2019 – März 2020

Zweiter Durchgang April 2020 – April 2021

Projektziele

Menschen aus dem Medien- oder mediennahen Bereich können im Projekt ihre beruflichen Fertigkeiten und Schlüsselkompetenzen erhöhen. Die Gruppe der Teilnehmenden umfasst arbeitssuchende oder nicht erwerbstätige Journalist*innen, Autor*innen, Publizist*innen, Pressesprecher*innen etc. sowie klassische „Aufstocker*innen". Spezifisch werden Journalist*innen mit Migrationsgeschichte oder Geflüchtete qualifiziert - z.B. durch Vermittlung solider Kenntnisse über die deutsche Medienlandschaft, Pressefreiheit etc., und durch Sprecherziehung unter Berücksichtigung des vorhandenen Sprachlevels.

Projektziele im Einzelnen:

  • Berufsqualifikation durch Erwerb crossmedialer Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Erweiterung des Berufsprofils um die Bereiche PR oder Öffentlichkeitsarbeit
  • Erlernen von Handwerkszeug für die Produktion von journalistischem Content und Sponsored Content (Podcast, Imagefilme)
  • Empowerment durch die unmittelbare Veröffentlichung/ Präsentation der eigenen produzierten Formate
  • Vernetzung sowie soziale und berufliche Integration im Bezirk/ Networking auf verschiedenen Kanälen

     

Projektbausteine/ Module

Die Ausbildungs- und Produktionseinheiten finden je nach Modul in kleinen und mittelgroßen Arbeitsgruppen oder in der Gesamtgruppe statt. Hierzu belegen die Teilnehmer*innen neben Seminaren auch zahlreiche Workshops, in denen das theoretisch Erlernte praktisch umgesetzt und vertieft wird. Jeder Durchlauf besteht aus folgenden Elementen (digital oder als Präsenzveranstaltung).

  • Modul A: Grundkenntnisse in Hörfunk-, Online- und Videojournalismus
  • Modul B: Crossmediales Arbeiten/ Basisfachwissen PR und Öffentlichkeitsarbeit
  • Modul C: Produktion von Sponsored Content im Non-Profit-Bereich
  • Hospitationswoche in einem Medienunternehmen nach Wahl oder beim Träger selbst mit Mentor*innenbegleitung
  • Individuelles Jobcoaching nach Bedarf

Kooperationen/ Netzwerke

  • AKR Consult GbR – Jobcoaching zur Berufsorientierung
  • ariadne an der spree Gmbh – Agentur für zeitgenössische Kommunikation
  • Sharehaus Refugio – Wohnprojekt in Berlin-Neukölln, in dem Geflüchtete und Deutsche gemeinsam und miteinander leben
  • Piranha Arts AG – unabhängiges Label, Veranstalter, Kurator, Entwickler und Multiplikator auf nationaler und internationaler Ebene
  • Media Residents – Netzwerk und Co-Working Space für geflüchtete und einheimische Menschen mit Publikationshintergrund
  • Filmarche e.V. - Filmische Ausbildungsakademie als Alternative zu staatlichen Filmhochschulen und kommerziellen Weiterbildungsangeboten
  • moveGLOBAL e.V. - Berliner Verband migrantischer diasporischer Organisationen

Projektergebnisse

1. Eigene Produktionen von sendefertigen Audio-/ Video-/ Crossmedia-Beiträgen:

Durch das Senden und Streamen der unterschiedlichen Formate, stellen die Teilnehmer*innen mitgebrachten Kompetenzen sowie die in den Workshops erworbene interkulturelle journalistische Kompetenz messbar unter Beweis. Vor allem Teilnehmende, deren Vita einen Bruch bzw. eine Neuorientierung beinhaltet, erarbeiten sich gezielt ein eigenes Portfolio. Einige können sogar Erfahrungen als Moderator*innen machen. Durch die Verbreitung ihrer Audioinhalte online und terrestrisch im UKW-Frequenzfester auf 91,0 Alex, erfahren die Projektteilnehmer*innen eine aktive Einbindung in das Radioprogramm - Empowerment wird gestärkt. Der Impact auf die große Zielgruppe der Hörer*innenschaft ist durch den Content gegeben: Porträts und News über zukunftsorientierte Modellprojekte aus Berlin (Gemeinschaftsgarten Prachttomate, Jobentdecker- Berufsorientierung FKU e.V., Kunstfestival 48 Stunden Neukölln etc.) fördern aktiv den gesellschaftlichen Wandel.

2. Verknüpfen von Berufsfeldern als innovatives Alleinstellungsmerkmal im Profil der Teilnehmenden:

Erworbenes Wissen im Bereich PR und Marketing in der NPO und Start-Up-Szene wird umgesetzt in crossmedialen Konzepten für die ÖA gemeinnütziger Organisationen: z.B. Planung einer möglichen Neupositionierung von Radio multicult.fm. Das Gelernte wird bei Freelancer*innen auch fürs Selbstmarketing verwendet.Praktisch umgesetzt wird erworbenes Wissen auch in der medienwirksamen Aufbereitung und Durchführung der PR-Aktion und Bühnenshow mit Live-Stream Move Green! Kampagne für ein neues Flugbewusstsein.

3. Individuelles Coaching und Schaffung/ Erweiterung eines beruflichen Netzwerkes. 

Die Teilnehmer*innen ergänzen ihre CVs um das erweiterte Berufsprofil, recherchieren unter Anleitung neue Arbeitsgebiete und Jobchancen. Sie profitieren von dem berlinweiten Netzwerk des Radios und knüpfen in den jeweiligen Hospitationsunternehmen wichtige berufliche Kontakte. Die Kompetenzerhöhung unter dem Dach einer interkulturellen Social Enterprise mit Non-Profit-Marketing, wie der multicult Radio- und Medienproduktionen gUG, die Türen bei potentiellen Auftraggeber*innen: Stiftungen, NGOs und neuen Startups im Bereich des Social Entrepreneurship.

Produkte

  • Multimediale Bühnenshow mit Live-Publikum und Live-Stream als Abschlussveranstaltung des 1. Durchgangs (move green!)
  • Hybride Abschlussveranstaltung des 2. Durchgangs

Projektentwicklung während der Lockdown-Einschränkungen

Analog geplante Seminar- und Workshops wurden seit März 2020 aufgrund der Covid19-Pandemie im Hybridformat umgesetzt. Recordings im Studio, Drehs oder Arbeit am Schnittcomputer fanden notgedrungen nur noch als Einzel- oder Zweiercoachings unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen vor Ort statt. Bei niedrigen Infektionszahlen, zum Beispiel im Sommer, fand Projektarbeit auch in mittelgroßen Gruppen mit Abstand und Masken in der Redaktion oder draußen im Park statt. Daraus resultierten eine Anpassung des Curriculums, Verzögerungen und Veränderungen der geplanten Produktionen: Drehs wurden mehrmals verschoben und letztendlich abgesagt - Storyboards und Drehpläne mussten überarbeitet werden, ein Teil der Interviews wurden im Zoommeeting realisiert.

Beeinflusst wurde die Projektarbeit auch von den psychischen Belastungen und Ängsten seitens der Teilnehmer*innen: Hier war das Projektteam gefordert, zusätzlich zur inhaltlichen Arbeit auch im Einzelcoaching diese Themen aufzugreifen. Allerdings beeinflussten auch positive Entwicklungen durch die Krise den Projektablauf: Die Teilnehmenden reagierte auf den coronabedingten Boom des Mediums Radio: Über geplante Produktionen hinaus beteiligten sie sich an den quasi über Nacht entstanden neue Rubriken wie „Quarantäne Meister(n)“ oder „Solidarisch durch die Krise“, das Ansteigen des Rassismus und der rechten Gewalt sowie das aktuelle politische und kulturelle Geschehen wurde und wird in ihren Beiträgen und Sendungen thematisiert. In den regemäßigen digitale Projekttreffen bzw. „Gruppensprechstunden“ mit Projektleitung und -assistenz oder den Dozent*innen herrscht Consens darüber, dass durch die Pandemie die Notwendigkeit einer „civic education“ größer denn je ist und diese Erkenntnis schlägt sich bei den meisten auch im journalistischen Schaffen nieder.

Die Abschlusspräsentation des zweiten Durchgangs wird konzeptionell umgestaltet: Statt der ursprünglich geplanten Bühnenshow mit großem Live-Publikum und Direktstream ist eine Hybrid-Veranstaltung geplant mit einem begleitenden Podiumsgespräch, in dem die Teilnehmenden mit Politiker*innen und Expert*innen vor ca. 15 Direktzuschauer*innen zum Thema "Bildungsbenachteiligung in der Generation Corona“ diskutieren – selbstverständlich unter strengen Corona-Regeln.

Verstetigung und Transfer

Verstetigung

  • Teilnehmende profitieren von den Ergebnissen ihrer Aktivitäten auch über den Modellversuchszeitraum hinaus:
  • ihre Produktionen ergänzen oder sind sogar die Basis des eigenen Portfolios als Freelancer*innen

gesendete Projektergebnisse zum Nachhören: https://multicult.fm/projekte/crossmedia-for-change, https://multicult.fm/

und Veröffentlichungen in weiteren Medien während der Projektzeit:

https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/luche-y-sera-ley/

https://11freunde.de/autoren/niels-bartels

  • Die Teilnehmer*innen entwickeln innerhalb der Projektlaufzeit ein eigenes Audio oder Videoformat

https://multicult.fm/programm/sendungen/radicale-douceur-radikale-sanftheit

https://www.youtube.com/watch?v=FAnEekn3RWA

  • Eine Verstetigung auf Mikroebene, die schon bei der Planung von zwei identischen Bildungsdurchgängen angedacht war, fand wegen den Einschränkungen durch die Pandemie nur bedingt statt: Das Curriculum für Präsenzunterricht in Seminaren und Produktionsworkshops musste für den zweiten Durchgang methodisch umfangreich für die digitale Arbeit umgestaltet werden.
  • Auf Mesoebene ist es von Vorteil für die Trägerin, dass ein Kern des Modellversuchsteams Lehrmaterial und Erfahrungen für Distanz-/ Präsenz-/ und Hybridunterricht in der Erwachsenenarbeit Dessen Verwertbarkeit ist natürlich daran geknüpft, dass es zukünftige Qualifizierungsprojekte für Erwachsene geben wird oder sogar eine eventuelle Zertifizierung des Trägers als mediale Aus- und Fortbildungsinstitution gelingt.
  • Die im Projekt gemachten Erfahrungen zeigen/ haben gezeigt: multicult.fm bietet ein geeignetes Handlungsfeld für soziale Integration, eine Vielzahl an Menschen fühlt sich berufen, im Medienbereich zu arbeiten. Nachdem sie das Projekt CM4Ch durchlaufen haben, bekommt ihr Berufsprofil Konturen – die Bereicherung durch ihren kulturellen Hintergrund gerät dabei in den Fokus. Diese Erfahrungen möchten wir in unserer Praxis etablieren und in zukünftigen Projekten gewinnbringend einbinden.
  • Nutzung der im Projekt entstandenen Imagefilme (z.B. atmosfair) für die eigene Öffentlichkeitsarbeit der porträtierten NGOs/ Unternehmen
  • Schaffung und Ausbau von nachhaltigen Kooperationspartnerschaften im Bezirk und bezirksübergreifend

Transfer 

  • Projekterkenntnisse- und Erfahrungen in der Vermittlung von Medienkompetenz in Hybridformaten werden ins aktuelle Projekt der Trägerin multicult Radio- und Medienproduktionen gUG übertragen.

young media for girls - Kreativworkshops für junge Frauen und Mädchen

          https://multicult.fm/projekte/young-media-4-girls

  • Ausstrahlungseffekte hat das Projekt auch innerhalb des großen Netzwerkes von Radio multicult.fm. Ein ständiger Ergebnistransfer findet statt:
    • durch Interviews oder Porträts von NPOs in den Audio- und Videoproduktionen der Projektteilnehmenden
    • nicht zuletzt durch die Abschlussveranstaltungen der beiden Durchgänge: Multimediale Bühnenshow mit Live-Publikum und Live-Stream (move green!) die geplante hybride Abschlussveranstaltung des 2. Durchgangs

Ergebnistransfers finden in folgende Richtungen statt:

  • Diversity, Flüchtlings- und Migrationsarbeit, Postmigrantische Communities (moveGLOBAL e.V., Aufbruch Neukölln e.V., LeNa – Lebendige Nachbarschaften Patenkinder Berlin, Heinrich Böll Stiftung, , REFUGIO Berlin-Wohnprojekt für Neu- und Altberliner*innen - Berliner Stadtmission, Women´s welcome Bridge)
  • Nachhaltigkeit im Bezirk und bezirksübergreifend (RESTLOS GLÜCKLICH e.V., NPO atmosfair, GRÜNE LIGA Berlin e.V.)
  • Aus- und Fortbildung (Jobentdecker-Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein FKU, Interkulturelle Sportakademie Schöneberg e.v Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, kijufi – Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e. V.)
  • Bürgerschaftliches Engagement/ Startup-Szene (Labor für Entrepreneurship, Projektwerkstatt Gesellschaft für kreative Ökonomie mbH, Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V)
  • Kulturszene (Kulturbrauerei, Streetlife International, Neuköllner Oper, UFA Fabrik, Monbijou Theater etc)

Kontakt

PEB – Crossmedia for Change

Projektleitung: Brigitta Gabrin
Projektassistenz: Alexandra Samaras
multicult Radio- und Medienproduktionen gUG
Marheinekeplatz 15
10961 Berlin

Fon: 030 – 54853639
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Link zum Projektträger: https://multicult.fm/
Link zum Projekt: https://multicult.fm/projekte/crossmedia-for-change

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