ProLern – Projekte, lesen und lernen

 „ProLern – Projekte, lesen und lernen“ gehört zu den bezirklichen Projekten des Programms „Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung“ (PEB), welches innovative Modellprojekte fördert, die zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Integration sowie der Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit besonders arbeitsmarktferner Personen führen. ProLern richtet sich an erwachsene gering literalisierte Menschen, die ihre schriftsprachlichen und Lesekompetenzen verbessern und gleichzeitig ihre Berufsorientierung ausbauen wollen. Dabei richten wir unser Projektangebot insbesondere auch an Personen mit Hörschädigung und richten unsere Netzwerkarbeit an diesen besonderen Bedarfen aus. Das Modellprojekt kombiniert dazu den Erwerb von Schreib- und Lesekompetenzen mit der Durchführung berufspraktischer Projekte.

 „ProLern – Projekte, lesen und lernen“ gehört zu den bezirklichen Projekten des Programms „Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung“ (PEB), welches innovative Modellprojekte fördert, die zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Integration sowie der Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit besonders arbeitsmarktferner Personen führen. ProLern richtet sich an erwachsene gering literalisierte Menschen, die ihre schriftsprachlichen und Lesekompetenzen verbessern und gleichzeitig ihre Berufsorientierung ausbauen wollen. Dabei richten wir unser Projektangebot insbesondere auch an Personen mit Hörschädigung und richten unsere Netzwerkarbeit an diesen besonderen Bedarfen aus. Das Modellprojekt kombiniert dazu den Erwerb von Schreib- und Lesekompetenzen mit der Durchführung berufspraktischer Projekte.

Projektlaufzeit

01.04.2019 – 31.03.2022

Projektziele

Die Ziele von ProLern richten sich grundsätzlich nach den PEB-Programmzielen, indem die soziale und berufliche Integration gefördert wird. Spezielle Zielsetzung des Projektes ist der Ausbau der Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und somit die Verringerung von Ausgrenzung und Diskriminierung. Angesichts der Entwicklungsfelder unserer Zielgruppe trägt die gezielte Förderung der Sprach-, Rechen- und Lesekompetenzen mit praktischen Arbeitsbezügen dazu bei, diese Ziele zu erreichen.

Projektbausteine

Die Inhalte des Projektes werden im Rahmen von Gruppenlernen in Kombination mit individualisiertem Lernen mit Lernunterstützung umgesetzt. Dabei erfolgt stets eine Orientierung an der Lebenswelt der Teilnehmer*innen. Die eingesetzten Mitarbeiter*innen vermitteln zielgerichtet Lernstrategien und passen Lernintensität sowie Lerntempo an die jeweilige Person an. Sukzessiv erhöht sich die individuelle Handlungsfähigkeit. Wesentliche Inhalte bzw. Bausteine des Projektes „ProLern“ sind:

  • Leseverstehen und Schreiben im privaten, schulischen, beruflichen und behördlichen Kontext,
  • Entwicklung der alphabetischen Kompetenzen auf der Buchstaben-, Wort-, Satz- und Textebene,
  • alltagsorientiertes Grundrechen,
  • Vermittlung allgemeiner Grundbildungsinhalte auf einfachem Niveau,
  • mediales Lernen wie z.B. Smartphonefunktionen, Nutzung von Lern-Apps, Internetznutzung,
  • soziale Beratung und Begleitung der Teilnehmer*innen,
  • berufsbezogene Projekte in den Bereichen Holz, Garten- und Landschaftsbau, Pflege und Gesundheit sowie Hauswirtschaft und
  • betriebliche Erprobung/ Probearbeiten in Unternehmen.

Über den gesamten Prozess der Projektteilnahme hinweg erhalten die Teilnehmer*innen eine individuelle Lernberatung. Darüber hinaus erfolgt eine Messung und transparente Kommunikation der Kompetenzzuwächse.

Kooperationen und Netzwerke

Das Projekt „ProLern“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (bbwa). Im Rahmen der Projektrealisierung kooperieren wir mit folgenden Partner*innen:

  • ALPHA-Bündnis Reinickendorf
  • Bundesgeschäftsstelle Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.
  • Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher/-innen Berlin/Brandenburg (BGBB) e.V.
  • RAV Berlin

Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam (wissenschaftliche Begleitung)

Projektentwicklung während der Lockdown-Einschränkungen

Die pandemische Situation bedingte eine inhaltliche und methodische Anpassung an die damit verbundenen Einschränkungen und auch neuen Bedarfslagen der Teilnehmer*innen. Da diese überwiegend keinen Computer zur Verfügung haben oder damit nicht autonom umgehen konnten, stellte das Arbeiten über E-Mail und/oder onlinebasierte Lernmanagementsysteme leider keine Option für die Weiterführung des Projektes dar. Das elektronische Medium, das dagegen alle Teilnehmenden nutzen, ist das Smartphone.

Während der Lockdown-Beschränkungen traf sich der Kurs in einer Signal-Gruppe (Messenger-Dienst). Über diesen Kanal läuft der Unterricht zu den gewohnten Kurszeiten online und live ab. Die teilnehmenden Personen bekommen im Gruppenchat Aufgaben, schreiben in ihren Heften und senden der Lehrkraft in ihrem privaten Chat Fotos von ihren Hefteinträgen. Die Mitarbeitenden helfen anschließend bei der Korrektur. Die Teilnehmer*innen lesen der Lehrkraft Geschriebenes als Sprachnachricht vor. Des Weiteren gibt es auch „Plenumsphasen“, in denen die Teilnehmenden in der Gruppe sprechen oder schreiben.

Projektergebnisse - Produkte und Angebote

Neben der Entwicklung der alphabetischen Kompetenzen der Teilnehmenden auf der Buchstaben, Wort-, Satz- und Textebene wurden vor der Phase der massiven Corona-Beschränkungen unterschiedliche Projekte umgesetzt. So wurden letztes Jahr Mund-Nase-Bedeckungen in den Praxisräumen des Bildungszentrums gefertigt und anschließend an Teilnehmende und auch Mitarbeitende ausgegeben. Darüber hinaus wurden Hochbeete gebaut und auf dem Gelände aufgestellt. Dort bauten die Teilnehmenden Zucchinis, Tomaten und weiteres Gemüse an. Anschließend wurden die Erzeugnisse geerntet und in der Küche direkt zu Salaten und Aufläufen verarbeitet.

Verstetigung und Transfer

Die Veröffentlichung der Projektergebnisse erfolgte bereits in Form von unterschiedlichen Informationsfilmen und eines standortübergreifenden Fachtages. Die eingesetzten Mitarbeitenden sind zudem mit Projekten anderer Berliner Bezirke, die ebenfalls mit der Zielgruppe der gering literalisierten Menschen arbeiten, vernetzt und tauschen erprobte Methoden und Instrumente aus. Darüber hinaus wurde mit Projektstart ein Beirat gegründet, der sich in regelmäßigen Abständen zum Projektverlauf und zu den Ergebnissen austauscht.

Im Februar 2021 fand ein PEB-Netzwerktreffen der Bezirke Lichtenberg, Spandau und Reinickendorf. Statt, bei dem das Projekt „ProLern“ ebenfalls vertreten war. Es erfolgte in diesem Rahmen ein interessanter und trägerübergreifender Erfahrungsaustausch zu Themen wie digitale Methoden zu Corona-Zeiten, Teilnehmerbindung und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt

GFBM gGmbH
Bildungszentrum Reinickendorf
Flottenstraße 24, 13407 Berlin

Ansprechpartner:
Stefan Müller
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030 755 144 244

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