HOGALife: Attraktive Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie

Laufzeit: 1.11.2016 – 31.10.2019

In der Berliner Hotellerie und Gastronomie floriert das Geschäft, jedoch ist die Fluktuation hoch und Personal schwer zu finden. Viele Fachkräfte gehen der Branche verloren, weil sie wenig Zeit und Anreize für Familie, berufliche Weiterentwicklung oder gesunden Ausgleich haben. Arbeitgeber*innen müssen die unterschiedlichen Lebensentwürfe und die individuellen Bedürfnisse der Belegschaft berücksichtigen, wenn sie Fachkräfte langfristig an sich binden wollen. Die nötigen Aushandlungsprozesse zwischen Unternehmen und Beschäftigten bedürfen spezifischer Maßnahmen für das Gastgewerbe: Politik der offenen Tür, regelmäßige Mitarbeitergespräche und effektive Trainings zu Wertschätzung, Kommunikation und Selbstmanagement sind nur einige Beispiele. Innerhalb des Projekts HOGALife wurden Mitarbeiterbefragungen und moderierte Gespräche durchgeführt sowie Fortbildungen entwickelt, um sowohl MitarbeiterInnen als auch Personalverantwortliche aktiv in diesen Prozess miteinzubeziehen. Das Motto: Mit den richtigen, auf die HOGA-Branche zugeschnittenen Maßnahmen funktioniert Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben auch im Gastgewerbe.

Laufzeit: 1.11.2016 – 31.10.2019

In der Berliner Hotellerie und Gastronomie floriert das Geschäft, jedoch ist die Fluktuation hoch und Personal schwer zu finden. Viele Fachkräfte gehen der Branche verloren, weil sie wenig Zeit und Anreize für Familie, berufliche Weiterentwicklung oder gesunden Ausgleich haben. Arbeitgeber*innen müssen die unterschiedlichen Lebensentwürfe und die individuellen Bedürfnisse der Belegschaft berücksichtigen, wenn sie Fachkräfte langfristig an sich binden wollen. Die nötigen Aushandlungsprozesse zwischen Unternehmen und Beschäftigten bedürfen spezifischer Maßnahmen für das Gastgewerbe: Politik der offenen Tür, regelmäßige Mitarbeitergespräche und effektive Trainings zu Wertschätzung, Kommunikation und Selbstmanagement sind nur einige Beispiele. Innerhalb des Projekts HOGALife wurden Mitarbeiterbefragungen und moderierte Gespräche durchgeführt sowie Fortbildungen entwickelt, um sowohl MitarbeiterInnen als auch Personalverantwortliche aktiv in diesen Prozess miteinzubeziehen. Das Motto: Mit den richtigen, auf die HOGA-Branche zugeschnittenen Maßnahmen funktioniert Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben auch im Gastgewerbe.

Projektziele

Ziel des Projektes war, Best Practice Beispiele in der Berliner Hotellerie und Gastronomie zu schaffen, begleiten und verbreiten, die zeigen, wie Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben im Unternehmen umgesetzt werden kann. Dafür sollten Personalverantwortliche und Führungskräfte gastgewerblicher Unternehmen lernen, die Bedarfe ihrer Mitarbeitenden qualitativ und quantitativ festzustellen und so effektiver mit privaten Veränderungen und Lebensentwürfen ihrer Mitarbeitenden umzugehen. Die Beschäftigten ihrerseits sollten individuell Strategien zur Regulierung ihrer Work-Life Balance entwickeln.

Projektbausteine

Im Jahr 2017 befragten sieben gastgewerbliche Betriebe mit Hilfe von HOGALife ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu, ob an ihrem Arbeitsplatz die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und privaten Verpflichtungen und Interessen möglich ist und woran ihr Unternehmen arbeiten sollte, um die Vereinbarkeit besser zu unterstützen.

Auf Grundlage der Ergebnisse entwickelte HOGALife für jedes teilnehmende Unternehmen ein Trainingsprogramm mit den Themenschwerpunkten Kommunikation, Wertschätzung und Achtsamkeit sowie Gesundheitsförderung. Die Inhouse-Trainings wurden von 2018 bis 2019 durchgeführt. Diese Maßnahmen sind im Laufe der Projektzeit mit den einzelnen Unternehmen weiterentwickelt und ihren spezifischen Bedürfnissen angepasst worden.

Parallel dazu wurden auch betriebsübergreifende Trainings durchgeführt, die von einem größeren Kreis von Unternehmen genutzt wurden.

Um den Austausch zwischen den Betrieben weiter zu fördern, initiierte HOGALife einen Berliner PersonalerInnen-Stammtisch für die HOGA-Branche. Die Treffen finden im 3-Monats-Rhythmus in einem der beteiligten Häuser statt, im Durchschnitt kommen zehn Personalverantwortliche aus unterschiedlichen Hotels und Gaststätten und besprechen aktuelle Themen wie Digitalisierung, Recruiting oder Mitarbeitermotivation.

Der DEHOGA Berlin sowie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Ost, unterstützen HOGALife als Sozialpartner bei der Erreichung des Ziels, Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf in der HOGA-Branche zu stärken.

Kooperationen und Netzwerke

Der DEHOGA Berlin sowie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Ost, unterstützen HOGALife als Sozialpartner bei der Erreichung des Ziels, Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf in der HOGA-Branche zu stärken.

Projektergebnisse: Produkte und Angebote

Es zeigte sich, dass Vereinbarkeit von Beruf und persönlichen Belangen im Gastgewerbe durchaus möglich ist. Vielfältige Maßnahmen zur individuellen Arbeitsplatzgestaltung werden bereits realisiert. Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass entsprechende Vereinbarungen ein hohes Maß an wertschätzender Kommunikation und einen achtsamen Umgang mit sich selbst und dem Team voraussetzen, was nicht immer gegeben ist. Daher entwickelte HOGALife Trainingskonzepte speziell für diese Themen, die für die gesamte Branche Anwendung finden.

Zudem wurden Best Practice Beispiele in den teilnehmenden Unternehmen gesammelt, aufbereitet und zusammen mit den Trainingskonzepten auf dem Themenportal www.hogalife-berlin.de zugänglich gemacht. Diese Beispiele umfassen Interviews mit Personalverantwortlichen und Mitarbeitenden aus der operativen Personalebene sowie Praxisanleitungen zum Nachmachen.

Verstetigung und Transfer

Die Fortbildungskonzepte und Best Practice Beispiele sind über das Portal www.hogalife-berlin.de der HOGA-Branche deutschlandweit zugänglich. Personalverantwortliche können diese Konzepte und Ideen anwenden und in die Unternehmenspolitik integrieren. Auch die Sozialpartner können sich dieser Materialen bedienen und versuchen, damit weitere Unternehmen zu erreichen. Veranstaltungshinweise, Informationen und weitere Praxisbeispiele zum Thema Personalentwicklung und Vereinbarkeit werden auch nach Projektende weiter eingepflegt.

Der Stammtisch traf auf sehr viel Zuspruch und wird auch nach Projektende von den Unternehmen selbstständig weitergeführt.

Die Projektträger bildungsmarkt e.v. und kiezküchen gmbh arbeiten auch unabhängig von diesem Projekt in einem großen Netzwerk gastgewerblicher Unternehmen. Beide Träger haben auch intern von diesem Transfer profitiert, indem sie Themen und Inhalte der betriebsübergreifenden Fortbildungen in der eigenen Arbeitsplatzgestaltung reflektieren und integrieren.

Das Ende des Projektes im Oktober 2019 ist für den Projektträger zugleich auch der Start in eine neue Arbeitsphase. Bildungsmarkt e.V. wird in der Zukunft weiterhin versuchen, die kleineren Akteure im Gastgewerbe zu erreichen.

Erkenntnisse und Anregungen des Projektteams

„Die Unternehmen sollen sich auf die Heterogenität der Bedürfnisse ihrer MitarbeiterInnen einlassen und daraus ein Unternehmens-Image entwickeln. Die Branche hat den Ruf, dass Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben nicht möglich ist. Viele machen aber schon jetzt in dieser Hinsicht viel mehr, als sie selbst denken. Sie haben aber noch nie den Schritt gewagt, damit offensiv an die Öffentlichkeit zu gehen und sich bei potenziellen Beschäftigten als Arbeitgeber zu präsentieren, der um die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben bemüht ist.“

 „Etwas, was in Workshops immer wieder von den Sozialpartnern angeregt wird, ist ein Label für Unternehmen, die eine gute Personalpolitik führen, ähnlich wie mittlerweile Biosupermärkte oder Textilfirmen führen. Gerade im Gastgewerbe, dass mit Dumpingpreisen in Berlin an den Markt geht - und daher auch mit Dumpinglöhnen, könnte das Label „Guter Arbeitgeber, faire Löhne“ darauf hinweisen, dass das Unternehmen auf gute Arbeitsbedingungen achtet und daher die Zimmer etwas mehr kosten. Aber: wie schafft man es, ohne, dass die Betriebe im Preiskampf eingehen? Die Sozialpartner könnten in dieser Richtung viel tun; der Unternehmerverband hat z.B. bereits ein Label für gute Ausbildung. Es gibt also viel Potenzial für die anderen Akteure, sich aus dem Projekt HOGALife Inputs zu holen und weiter zu tragen“

Kontakt

bildungsmarkt e.v.
Projektleiterin
Ulla Bünde
Waldenserstraße 2-4
10551 Berlin
tel. +49-30-39739165
fax. +49-30-39739115
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