Kiron Open Higher Education

Eine Online-Lernplattform bietet jungen Geflüchteten Zugang zu akademischer Bildung.

Kiron ist der Ansicht, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung hat, überall und jederzeit. Die Online-Lernplattform “Kiron Campus” ermöglicht aktuell mehr als 11.000 geflüchteten Studierenden aus aller Welt ein breites Spektrum an digitalen Lernmöglichkeiten für die akademische, berufliche und persönliche Entwicklung. Kiron hat Standorte in Deutschland, Libanon und Jordanien. Durch ein innovatives Modell bietet die gemeinnützige Organisation kostenlose, maßgeschneiderte Studienprogramme an, indem es Massive Open Online Courses (MOOCs) von renommierten Bildungsanbietern und Open Educational Resources (OER) kombiniert. Alle Programme sind über die digitale Lernplattform Kiron Campus zugänglich und werden durch eine Reihe von Unterstützungsleistungen ergänzt.


Zum Gespräch mit Dr. Tobias Ernst, Geschäftsführer von Kiron Open Higher Education

Eine Online-Lernplattform bietet jungen Geflüchteten Zugang zu akademischer Bildung.

Kiron ist der Ansicht, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung hat, überall und jederzeit. Die Online-Lernplattform “Kiron Campus” ermöglicht aktuell mehr als 11.000 geflüchteten Studierenden aus aller Welt ein breites Spektrum an digitalen Lernmöglichkeiten für die akademische, berufliche und persönliche Entwicklung. Kiron hat Standorte in Deutschland, Libanon und Jordanien. Durch ein innovatives Modell bietet die gemeinnützige Organisation kostenlose, maßgeschneiderte Studienprogramme an, indem es Massive Open Online Courses (MOOCs) von renommierten Bildungsanbietern und Open Educational Resources (OER) kombiniert. Alle Programme sind über die digitale Lernplattform Kiron Campus zugänglich und werden durch eine Reihe von Unterstützungsleistungen ergänzt.


Zum Gespräch mit Dr. Tobias Ernst, Geschäftsführer von Kiron Open Higher Education

Projektlaufzeit

 Kiron wurde 2015 in Berlin gegründet.

Projektziele

 Kiron möchte geflüchteten Menschen und benachteiligten Gruppen weltweit einen Zugang zu qualitativer Bildung ermöglichen und damit einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der UN (Sustainable Development Goal 4: Hochwertige Bildung) leisten. Durch die Lernangebote sollen Studierende über die digitale Plattform Kiron Campus neue Fähigkeiten für eine berufliche oder akademische Laufbahn und ein selbstbestimmtes Leben erlernen.  Zudem möchte Kiron die Auffindbarkeit, Nutzbarkeit sowie die Vernetzung von digitalen Lernangeboten aller Art verbessern und so zu mehr Bildungschancen beitragen. Hierbei spielt vor allem die Vernetzung von relevanten Akteuren eine wichtige Rolle, um möglichst viele Menschen mit hochwertigen Bildungsangeboten zu erreichen.

Aus diesem Grund möchte Kiron seine internationale Präsenz weiter ausbauen und die Plattform “Kiron Campus” für andere Organisationen, die sich für Geflüchtete engagieren, öffnen, um gemeinsam noch mehr Wirkung zu erzielen. Außerdem unterstützt Kiron wirkungsorientierte Institutionen beim Übergang zu digitalen Lehr- und Lernangeboten, indem es die langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen auf neue Zielgruppen anwendet.

Kooperationen und Netzwerke

Kiron  kooperiert  unter anderem mit öffentlichen Institutionen, Stiftungen, Unternehmen und NGOs. Zu den Förderern und Partnern gehören neben staatlichen Trägern u.a. die Ford Foundation, das BMBF, UK Aid und die H&M Foundation. Um eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Lerninhalte zu gewährleisten, arbeitet Kiron mit über 60 Partnerhochschulen sowie zahlreichen Unternehmen und NGOs im In- und Ausland zusammen. Zusätzlich dazu ist Kiron Mitglied in verschiedenen Netzwerken und Fokusgruppen, beispielsweise dem Connected Learning in Crisis Consortium (CLCC).

Projektbausteine & Projektergebnisse (Produkte und Angebote)

Der Kiron Campus hat alleine in den letzten 12 Monaten über 11.000 Lernenden aus der ganzen Welt Lerninhalte bereitgestellt. Zudem wird die digitale Lernplattform Kiron Campus kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2015 sammelt Kiron daher Erfahrungen und Erkenntnisse, wie digitale Lernumgebungen für benachteiligte Zielgruppen, wie z. B. Geflüchtete aufgebaut werden sollten. Herausfordernde Kontexte, wie zum Beispiel geringe Bandbreite oder der limitierte Zugang zu stabilem Strom und Internet, gehören ebenso zu den dabei zu berücksichtigenden Faktoren wie unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen sowie unterschiedliche Kenntnisse in der Nutzung digitaler Tools. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat Kiron die Lernplattform Kiron Campus aufgebaut und unter anderem folgende Ergebnisse erzielt:

  • Gemischte Lernangebote: Der Zugang zu lokalen Arbeitsmärkten oder zu Hochschulbildung erweist sich für viele geflüchtete Studierenden als äußerst schwierig und passende Bildungsangebote sind rar. Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet Kiron ein breites Spektrum an Lernangeboten auf der digitalen Plattform “Kiron Campus” an, die akademische und arbeitsmarktorientierte Kompetenzen vermitteln.
  • Sichere Online-Gemeinschaft: Kiron hat eine Online-Gemeinschaft aufgebaut, die Lernende miteinander, aber auch durch Unterstützungsangebote und “Community Tools” verbindet, diese setzt auf hohe Datenschutzstandards.
  • Technologische Anpassungen: Geflüchtete sehen sich mit vielen Hindernissen konfrontiert, die den Zugang zu Online-Lernangeboten erschweren. Um unter diesen Bedingungen den Zugang zu Kiron Campus zu ermöglichen, setzt Kiron beispielsweise auf eine minimalistische mobile App und stimmt alle Lernangebote in Kollaboration mit den Studierenden auf Ihre Bedürfnisse ab, um eine inklusive Lernumgebung zu schaffen.
  • Sprachenvielfalt: Geringe Englischkenntnisse und wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien stellen ein weiteres Hindernis für den Zugang zu digitalen Bildungsangeboten dar. Durch die mehrsprachige Navigation und mehrsprachige Lernangebote (übersetzt oder mit Untertiteln) ist Kiron Campus auch für Lernende mit geringen Englischkenntnissen geeignet. Zudem haben Studierende Zugang zu digitalen Kursen, um Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Verstetigung und Transfer

Zusätzlich zu dem Aufbau der eigenen Plattform Kiron Campus hat Kiron bereits Projekte im In- und Ausland durchgeführt, unter anderem in Jordanien und dem Libanon und viele Erfahrungen als Netzwerkakteur gesammelt. Hier hat Kiron beispielsweise eng mit Hochschulpartnern zusammengearbeitet, um die non-formale Anerkennung von (digitalen) Lernleistungen zu fördern. Kiron hat deshalb Qualitätssicherungsprinzipien entwickelt, die sich an internationalen Standards orientieren. Neben der Produktion von Inhalten und technischen Innovationen für die eigene Plattform arbeitet Kiron aktuell als Berater für digitales Lernen für Organisationen und unterstützt bei der Digitalisierung von Lernangeboten sowie dem Aufbau von Lernplattformen. In diesem Zusammenhang ist Kiron beispielsweise Partner der YUFE Alliance und arbeitet an der Entwicklung der virtuellen Lernumgebung. Im Rahmen von YUFE (www.Yufe.eu) gestalten die Partnerinnen und Partner in den nächsten Jahren eine der ersten Europäischen Universitäten. Kiron ist zudem als Konsortialpartner mit dem DAAD und weiteren Partnern am Projekt “Digitaler Campus” beteiligt. Ziel ist es, ein Portal vernetzter Plattformservices zur Information, Anwerbung, Rekrutierung sowie sprachlichen, fachlichen und kulturellen Vorbereitung internationaler Studierender zu entwickeln. (https://www.daad.de/de/der-daad/was-wir-tun/digitalisierung/digitalercampus/)

Kontakt

Kiron Open Higher Education
Herzbergstraße 82-84
10365 Berlin

Fabienne Huber
Head of Communications
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