Match My Maker

Inklusive kreative Teams entwickeln zusammen Lösungen, die den Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern.

In Deutschland erleben 10 Millionen Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Alltag verschiedene persönliche Hürden. Vielen von ihnen und ihren Pflegenden fehlt es an passenden und günstigen Hilfsmitteln. So entsteht seit Jahren eine Bewegung aus Makern, Bastlern und Menschen mit Behinderungen, die sich vernetzten, um gemeinsam individuelle Lösungen zu entwickeln und zugänglich zu machen. Match My Maker ist eine Matching- und Kollaborationsplattform, die digitale Möglichkeiten nutzt, um diese Menschen über Entfernungen und Vorurteile hinweg zusammen zu bringen und die Teams vom ersten Kennenlernen bis zum fertigen Produkt begleitet.
Nutzer*innen von Match My Maker sind kreative Tüftler*innen, Bastler*innen, Designer*innen, Gesundheitsexpert*innen, Pflegende und Menschen mit Beeinträchtigung. Um auch anderen Menschen den Zugang zu kostengünstigen Hilfsmitteln zu ermöglichen werden sie zum Nachbauen, Modifizieren und Weiterentwickeln für jeden frei zugänglich zur Verfügung gestellt. Das gemeinnützige Projekt wurde von dem Berliner Verein be able e.V. initiert.


Zum Gespräch mit Yi-Cong Lu, Projektleiter, Designer und Produktentwickler beim Trägerverein be able e.V

Inklusive kreative Teams entwickeln zusammen Lösungen, die den Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern.

In Deutschland erleben 10 Millionen Menschen mit Beeinträchtigung in ihrem Alltag verschiedene persönliche Hürden. Vielen von ihnen und ihren Pflegenden fehlt es an passenden und günstigen Hilfsmitteln. So entsteht seit Jahren eine Bewegung aus Makern, Bastlern und Menschen mit Behinderungen, die sich vernetzten, um gemeinsam individuelle Lösungen zu entwickeln und zugänglich zu machen. Match My Maker ist eine Matching- und Kollaborationsplattform, die digitale Möglichkeiten nutzt, um diese Menschen über Entfernungen und Vorurteile hinweg zusammen zu bringen und die Teams vom ersten Kennenlernen bis zum fertigen Produkt begleitet.
Nutzer*innen von Match My Maker sind kreative Tüftler*innen, Bastler*innen, Designer*innen, Gesundheitsexpert*innen, Pflegende und Menschen mit Beeinträchtigung. Um auch anderen Menschen den Zugang zu kostengünstigen Hilfsmitteln zu ermöglichen werden sie zum Nachbauen, Modifizieren und Weiterentwickeln für jeden frei zugänglich zur Verfügung gestellt. Das gemeinnützige Projekt wurde von dem Berliner Verein be able e.V. initiert.


Zum Gespräch mit Yi-Cong Lu, Projektleiter, Designer und Produktentwickler beim Trägerverein be able e.V

Projektlaufzeit

Das Projekt besteht seit September 2018. Die Förderung durch die Google.org Impact Challenge läuft im Juli 2021 aus. Die ursprüngliche Projektlaufzeit von 24 Monate wurde aufgrund der Pandemie um 10 Monate verlängert.

Projektziele

Mit dem Projekt verfolgt be able e.V. drei gesellschaftliche Ziele:

  • die Selbstermächtigung und Zukunftskompetenzen von Menschen mit Behinderung und Betreuende fördern. Denn durch praktisches und theoretisches Erleben von Methoden und Prozessen der Innovationsentwicklung werden Digital-, Team- und Kreativitätskompetenzen erworben, die befähigen, physische und andere Barriere des Lebens selbstständig abzubauen.
  • Brücken bauen und die Zusammenarbeit zwischen Menschen fördern, deren Leben sonst wenig Schnittstellen aufweist: Studierende, Bastler, Menschen mit körperlicher Behinderung und Menschen aus technischen, medizinischen und therapeutischen Berufen - mit dem Ziel, zivilgesellschaftliches Engagement zu ermöglichen und gemeinsame Lern- und Begegnungsräume zu schaffen.
  • die Entwicklung und Bereitstellung von Open-Source-Lösungen fördern, für Bedürfnisse, die bislang von der Hilfsmittelversorgung und dem Markt nicht berücksichtigt wurden. Menschen können global und kostenfrei die Lösungen herunterladen und sie zuhause oder in Makerspaces nachbauen und verbessern.

Projektbausteine

Rahmenbedingungen schaffen:

  • Aufbau von Kooperationen zu Hochschulen und Insitutionen, um Aspekte wie Zielgruppenerreichung oder juristische und finanzielle Rahmenbedingungen zu gewährleisten.
  • Etablierung und Entwicklung der Open Health HACKademy als Instrument zur Einbindung der Zielgruppen und der Beforschung der Teams.

Idee testen und Iterieren:

  • Entwicklung, Test und Anpassung des Matching- und Kollaborationsprozess unserer Plattform anhand von 4 Open Health HACKademy mit unterschiedlichen Partnern und Programmabläufen. Die 3. Open Health HACKademy wurde analog und digtal durchgeführt, um die Funktionsweise der digitalen Plattform realitätsnah zu simulieren.
  • Auswertung der Entkenntnisse und Programmierung einer Alphaversion der Plattform
  • Durchführung von Nutzertests mit Probandenteams und Auswertung der Alphaversion

Implementieren:

  • Anpassung und Verbesserung zur Beta-Version.
  • Launch der Plattform mit einer digitalgestützten Open Health HACKademy und Social Media Aktivitäten.

Kooperationen und Netzwerke

 Zur Umsetzung von Match My Maker braucht es ein Ökosystem und großes Netzwerk.

- Das Projekt arbeitet mit vielen Partnern daran, Menschen und Institutionen zu befähigen, Open- Source-Hilfsmittel zu entwickeln. Mit den europäischen Partnern des Konsortiums des EU-Projektes Careables.org ´wird eine Dokumentationsplattform aufgebaut, auf der man Lösungen hochladen und global und kostenfrei herunterladen kann, um sie zu reproduzieren und weiterzuentwickeln. (EU-Horizon 2020-Project No. 780298). Beide Plattformen ergänzen sich gegenseitig.

- Außerdem unterstützt Match My Maker den Partner Open Source Ecology Germany dabei, mit der DIN einen juristischen Leitfaden für Haftungs- und Urheberrechtsfragen zu erarbeiten.

- Es wurde für Match My Maker ein Bildungs-und Hackathonformat namens „Open Health HACKademy“ gegründet. Es besteht dabei eine enge Zusammenarbeit mit Vereinen wie Prototypes und der machbar sowie Hochschulen wie der TU Berlin (Lehrstuhl Arbeitslehre), der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut für Digital Engineering.

- Die Aktivitäten werden wissenschaftlich und juristisch von Partnern wie dem Zentrum für Soziale Innovation und der KU Leuwen begleitet.

Projektergebnisse - Produkte und Angebote

Match My Maker besteht aus drei Angebotsfeldern:

  • Im Kern steht die Matchingplattform, mit der Menschen (Menschen mit Hilfsmittelbedarf und ehrenamtlich Engagierte) zu Teams zusammen finden, nach Bedarf und Interesse, und sich auf die Suche nach weiteren Mitstreiter*innen in den Social Media begeben. Außerdem werden auf der Plattform Kommunikationstools bereitgestellt. In Zukunft wird nach weiteren Kriterien, wie Regionalität, Skills oder Formen der Zusammenarbeit verstärkt digital kommuniziert und zusammengearbeitet.
  • Außerdem bietet die Plattform den gematchten Teams Workshops wie die Open Health HACKademy Dabei werden diese über mehrere Wochen analog und digital durch den Innovationsprozess ihrer Hilfsmittelentwicklung begleitet.

Diese Aktivitäten werden in Partnerschaft mit Bildungsinstitutionen und Makerspaces durchgeführt. Mentor*innen, Arbeitsmaterialien und Makerspaces werden zur Verfügung gestellt.

  • Ein zusätzliches Angebot sind Team-Support & virtuelle Austauschräume, die aktuell und zukünftig weiter ausgebaut werden. Dazu zählen juristische Guidelines, Unterstützung beim Crowd-Funding und der Bereitstellung von virtuellen Peer-Coaching-Treffen und Mentoring-Programmen.

Verstetigung und Transfer

Um diese drei Angebotsfelder zu vertiefen sind folgende Weiterentwicklungen geplant:

  • Angebot eines Peer-Coaching und Ausbau des Team-Supports, Gewinnung ehrenamtlicher Mentor*innen. Denn die Erfahrung zeigt, gematchte Teams müssen auf ihrer “Reise” begleitet werden - mit Tools, Infrastruktur, Austauschformaten und Expertenunterstützung. Auch Organisationen und Firmen sollen hier eingebunden werden.
  • Bildungsworkshop und Hackathons sollen als Anlaufstelle für Teams verstetigt werden. Mit der Open Health HACKademy 1,2 & 3 wurde ein „Blended Learning” - Bildungsformat entwickelt und etabliert, das Teams on- und offline matcht und bei ihrer Hilfsmittelentwicklung begleitet. Dies soll 2021-22 verstetigt werden, um es als festes Angebot der Plattform regelmäßig und an deutschlandweit kostenfrei anzubieten.
  • Bildung eines Netzwerks von inklusiven Offenen Werkstätten als Begegnungsorte, um neben digitalen Teamarbeiten auch lokale Anlaufstellen für die physische Begegnung und technische Umsetzung bereitzustellen. Der Verbund der offenen Werkstätten, mit ihren 370 Makerspaces und ihrer Onlinekarte, sind Partner im Vorhaben, diese Vision einer inklusiven, in Gemeinschaften verankerten Maker-Community zu realisieren.
  • Konkrete Transfer- und Kooperationsmöglichkeiten sind bspw. für soziale Träger von Werkstätten und betreutem Wohnen von Menschen mit Behinderungen, für deren Mitarbeitenden sowie für die Klienten mit Behinderungen und Assistenzbedarf. Diese Gruppen könnten stark von diesen digital durchgeführten Bildungsprogrammen profitieren. So könnten diese Programme einen Beitrag für Fortbildungsimpulse von Mitarbeitenden und Menschen mit Behinderungen sein, wie auch einen Beitrag zur Ausgestaltung der Digitalen Teilhabe leisten. Ein erstes Pilotprojekt wurde 2019 mit dem Träger Alsterdorf Assistenz Ost durchgeführt.
  • Ebenfalls wertvoll haben sich die Open Health HACKademies für Studierende an Bildungsinstitutionen und Hochschulen herausgestellt, die insbesondere von der praxis- und nutzernahen Ausrichtung des Programmes profitiert haben.

Kontakt

be able e.V.

Yi-Cong Lu
Wilhelmine-Gemberg-Weg 12
10179 Berlin

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www.be-able.info

www.matchmymaker.de

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