Das Projekt ARRIVO-SGA

In Berlin wohnhafte Geflüchtete werden in diesem Projekt in Ausbildung zum Anlagenmechaniker*in SHK vermittelt und Ausbildungsabbrüche durch Förderangebote und Coaching vermieden.

Phase I:
Interessierte werden bis zu 9 Unterrichtseinheiten pro Woche in der Fachsprache und Fachtheorie gefördert, ein Betrieb akquiriert, der einen Praktikumsplatz mit anschließender Ausbildungsmöglichkeit bietet. Ziel ist ein Ausbildungsverhältnis. Danach erfolgt der Übergang in ..

Phase II: TN sind Auszubildende mit Fluchthintergrund, die weiterer Förderung und Coaching bedürfen, z.B. ehemalige BOF (Berufsorientierung für Flüchtlinge)-TN, TN aus Phase I und Auszubildende, deren Betriebe eine Förderung wünschen. Es werden bis zu 9 UEs Förderunterricht pro Woche angeboten, außerdem Coaching und Beratung für die TN, aber auch ihre Ausbildungsbetriebe. Regelmäßige Teilnahme an den Förderangeboten und dem Erfahrungsaustausch soll zu einer Minderung von Hürden und daraus resultierenden Abbrüchen führen.

In Berlin wohnhafte Geflüchtete werden in diesem Projekt in Ausbildung zum Anlagenmechaniker*in SHK vermittelt und Ausbildungsabbrüche durch Förderangebote und Coaching vermieden.

Phase I:
Interessierte werden bis zu 9 Unterrichtseinheiten pro Woche in der Fachsprache und Fachtheorie gefördert, ein Betrieb akquiriert, der einen Praktikumsplatz mit anschließender Ausbildungsmöglichkeit bietet. Ziel ist ein Ausbildungsverhältnis. Danach erfolgt der Übergang in ..

Phase II: TN sind Auszubildende mit Fluchthintergrund, die weiterer Förderung und Coaching bedürfen, z.B. ehemalige BOF (Berufsorientierung für Flüchtlinge)-TN, TN aus Phase I und Auszubildende, deren Betriebe eine Förderung wünschen. Es werden bis zu 9 UEs Förderunterricht pro Woche angeboten, außerdem Coaching und Beratung für die TN, aber auch ihre Ausbildungsbetriebe. Regelmäßige Teilnahme an den Förderangeboten und dem Erfahrungsaustausch soll zu einer Minderung von Hürden und daraus resultierenden Abbrüchen führen.

Projektziele

Schließen der Organisationslücke zwischen Teilnahme an BOF und Beginn der Ausbildung, gezielter Förderunterricht bereits vor Beginn der Ausbildung und während der ersten Ausbildungsmonate, da die Anforderungen in der Berufsschule für Fremdsprachler eine große Hürde darstellen. Durch Coaching und Beratung der Auszubildenden wie auch der Firmen, weitere Hürden frühzeitig erkennen und Ausbildungsabbrüche vermeiden.

Aufbau eines tragfähigen Netzwerks
, um Geflüchtete in Berlin effektiv in den ersten Arbeitsmarkt, insbesondere in den Beruf des Anlagenmechanikers SHK zu integrieren.

Erstellen eines Curriculums für einen effektiven Förderunterricht.

Sensibilisierung der SHK Ausbildungsbetriebe für Diversity und die Chancen, die die Ausbildung eines/r Geflüchteten mit sich bringt.

Ermittlung von Best-Practice-Bausteinen in der Integration von Geflüchteten  und ihre erfolgreiche Ausbildung.

Projektbausteine

- Akquise von Ausbildungsbetrieben, Beratung hinsichtlich Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten und der besonderen Bedarfe der Zielgruppe.
- Erstellen einer Kompetenzeinschätzung.
- Akquise von ausbildungsreifen Interessierten,
- Erstellung eines Curriculums für den Fachdeutschunterricht und die Fachtheorie mit Blick auf die sprachsensiblen Erfordernisse in der Ausbildung.
- Angebot von 6 UE wöchentlich Fachdeutschunterricht und 3 UE Fachtheorie,
- Angebot von Sprechstunden für Betriebe und Auszubildende, regelmäßige Betriebsbesuche,
- Organisation von Erfahrungsaustausch und einer Abschlusstagung für alle, an der Ausbildung Beteiligten: Vertreter der Berufsschule, Ausbildungsbetriebe, Auszubildende, Lehrkräfte des Förderangebotes und die beteiligten ARRIVO Mitarbeiter.
- Angebot eines individuellen sozialpädagogischen Coachings mit Beratung und Einzelfallhilfe, Begleitung zu Ämtern. Für jeden TN Erstellung eines Handlungs- und Förderplans, der regelmäßig angepasst wird.
- Bekanntmachen des Projektes durch Flyer und entsprechende Netzwerkarbeit, Besuch von Ausbildungsmessen und Organisation von berufskundlichen Veranstaltungen für Mitarbeiter der Arbeitsagentur und Jobcenter zum Berufsbild Anlagenmechaniker/innen SHK und engerer Zusammenschluss mit den anderen ARRIVO Teilprojekten.

Kooperationen und Netzwerke

Enge Anknüpfung an Willkommenslotsen bei der HWK und Trägern, die mit Geflüchteten bezüglich Berufswegeplanung arbeiten.
Kooperation mit den Sozialpädagogen n den Oberstufenzentren mit Willkommensklassen und Angeboten für Geflüchtete, enge Zusammenarbeit mit allen ARRIVO Berlin Teilprojekten mit regelmäßigen Treffen. Gegenseitige Verpflichtung zur Weitervermittlung von Teilnehmern, die in einem anderen Teilprojekt ihr Berufsziel besser erreichen können.
Das SHK-Kompetenzzentrum Berlin kooperiert mit den unterschiedlichsten Partnern wie z.B. dem regionalen Quartiersmanagement, dem regionalen Übergangsmanagement (RÜM), dem Netzwerk Regionale Ausbildungsverbünde Berlin (NRAV), der Stiftung HandWerk stiftet Zukunft, der Landesagentur Partner Schule Wirtschaft (PSW) der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB) und der Handwerkskammer Berlin.
Im Rahmen der übergreifenden Netzwerkarbeit ist das SHK-Kompetenzzentrum Berlin u.a. im Berufsbildungsausschuss der HWK, im Bildungspolitischen Ausschuss der UVB sowie im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Nord vertreten.
Das SHK-Kompetenzzentrum engagiert sich darüber hinaus in der Öffentlichkeitsarbeit für die Ausbildung in Handwerksberufen (KarriereCenter Bau auf der bautec – Messe) und beteiligt sich an diversen regionalen Berufsbildungsmessen, Berufeparcours und Ausbildungstagen an Berliner Schulen. Es beteiligt sich insbesondere auch an den großen Jobbörsen für Geflüchtete der Bundesagentur für Arbeit und der UVB.
Das SHK-Kompetenzzentrum ist Träger des Ausbildungsmanagements im SHK-Bereich und übernimmt die Ausbildungsplatzvermittlung im Handwerk für interessierte Schüler/innen zahlreicher Berliner Schulen.

Projektergebnisse - Produkte und Angebote

Steigerung der Vermittlungszahlen:
Das ARRIVO BERLIN SHK-Projekt hat signifikant dazu beitragen können, dass die Zahl der Geflüchteten im SHK-Bereich angestiegen ist. Es hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Option, vakante Ausbildungsplätze mit Geflüchteten zu besetzen, für die Unternehmen wesentlich attraktiver geworden ist. Nach eigenem Bekunden ist das ARRIVO-Angebot für einige Betriebe geradezu Voraussetzung gewesen, sich mit dieser Möglichkeit der Fachkräftegewinnung/-sicherung zu beschäftigen.
Inzwischen finden sich immer mehr Unternehmen, die von positiven Erfahrungen und einem vorbildlichen Unterstützungsmanagement zu berichten wissen. Auf der anderen Seite ist das ARRIVO-Angebot auch unter den Geflüchteten zusehends attraktiver geworden. Der Anteil an Geflüchteten in der Ausbildung im SHK-Bereich ist vergleichsweise deutlich höher als im Durchschnitt des Berliner Handwerks.
 
Minimierung  der Vertragsauflösungen:
Verglichen mit den Vertragslösungsquoten allgemein in den ersten 12 Monaten der Ausbildung liegen die Zahlen im ARRIVO BERLIN SHK-Projekt ca 10% niedriger als in den drei letzten Ausbildungsjahrgängen im SHK-Handwerk.

Erstellen und Aktivieren von Netzwerken, innerhalb der ARRIVO BERLIN Akteure und mit anderen Institutionen:
Das ARRIVO-Projektteam hat zwischenzeitlich untereinander intensive Kommunikationsformen und –wege gefunden. Der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Vernetzung werden zusehends als hilfreich wahrgenommen. Dazu haben nicht zuletzt die Teilnahme an diversen Veranstaltungen sowie insbesondere die Abschlusstagung beigetragen.

Professionalisierung der Teilnehmerakquise und damit auch des Matchings von Geflüchteten und Betrieben:
Im Projektzeitraum konnte die Innung durch ihre Projektarbeit ein große Außenwirkung erzielen, es kamen regelmäßig Anfragen von Tageszeitungen und anderen Medien, die das ARRIVO Projekt und die vorgeschaltete Berufsorientierung als Best-Practice Beispiel aufnehmen wollten.

Verstetigung und Transfer

Das ARRIVO BERLIN SHK-Projekt wird weiter geführt. Die Erfahrungen dieses Projektes haben zu einer Überarbeitung des Angebotes geführt, es wird nun auch eine regelmäßige Sprechstunde vor Ort in der zuständigen Berufsschule angeboten, der Föderunterricht wird unterteilt, je nach Ausbildungsjahrgang werden die Unterrichtsinhalte auf das inzwischen erreichte Deutschniveau angepasst.
Die Betriebe sehen im ARRIVO SGA-Projekt nun einen Partner, der kompetent berät und bei Kommunikationsproblemen und Unsicherheiten unterstützend eingreifen kann. Andere Innungen zeigen sich interessiert, ARRIVO SGA zeigt, dass individuell ausgerichtete Föderangebote signifikant zu einer Steigerung der Ausbildungszahlen und einer geringeren Abbruchsquote beitragen.

Kontakt

SHK - Ausbildungszentrum Berlin
Grüntaler Str 62
13359 Berlin
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel: +049 30 493 003 21

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen