MUMM Mutter&Migrantin, Motiviert im Job

Das Projekt richtet sich an hochqualifizierte Mütter mit Migrationshintergrund (MH), die nicht erwerbstätig oder nicht adäquat beschäftigt sind. Der Schwerpunkt liegt bei Frauen mit einem (Fach-)Hochschulabschluss oder vergleichbarer Qualifikation, abgeschlossen im In- oder Ausland. Das wichtigste für die Zielgruppe der Mütter mit Migrationshintergrund, um eine Stelle zu finden, die ihren Qualifikationen, Talenten und Vorstellungen entspricht, ist ihr Empowerment. Das Projekt begleitet die Frauen dabei, selbstbestimmt und selbstverantwortlich einen erfolgreichen beruflichen Weg zu gehen. Damit trägt das Projekt dazu bei, dass sie ihre Ressourcen für sich, aber auch für den nach Fachkräften suchenden Arbeitsmarkt positiv nutzen.

Das Projekt richtet sich an hochqualifizierte Mütter mit Migrationshintergrund (MH), die nicht erwerbstätig oder nicht adäquat beschäftigt sind. Der Schwerpunkt liegt bei Frauen mit einem (Fach-)Hochschulabschluss oder vergleichbarer Qualifikation, abgeschlossen im In- oder Ausland. Das wichtigste für die Zielgruppe der Mütter mit Migrationshintergrund, um eine Stelle zu finden, die ihren Qualifikationen, Talenten und Vorstellungen entspricht, ist ihr Empowerment. Das Projekt begleitet die Frauen dabei, selbstbestimmt und selbstverantwortlich einen erfolgreichen beruflichen Weg zu gehen. Damit trägt das Projekt dazu bei, dass sie ihre Ressourcen für sich, aber auch für den nach Fachkräften suchenden Arbeitsmarkt positiv nutzen.

Projektziele

Durch diese vielfältigen Angebote und Unterstützungsformate - Information und Wissensvermittlung, Netzwerkaktivitäten und Selbstwirksamkeitserfahrungen, Coaching, Sprachwerkstatt und Praxistransfer – sollen die Teilnehmerinnen, bestärkt und befähigt aktiv ihren Weg zurück in den Arbeitsmarkt  gestalten, z.B. durch eigenständige Stellensuche und Bewerbungsaktivitäten, durch die Aufnahme von Fort- und Weiterbildungen und nicht zuletzt durch den Einstieg in die Erwerbsarbeit.
Durch die Einbettung des Projektes in die bereits vorhandenen Netzwerke (Goldnetz intern und extern) sollen Stellen akquiriert werden.

Projektbausteine

Nach einer unverbindlichen Erstberatung und der Entscheidung für die Projektteilnahme, erarbeiten die Teilnehmerinnen im Rahmen einer Ziel- und Potenzialanalyse in moderierten Kleingruppen ihr persönliches Profil und setzen sich ein klares Ziel für den beruflichen Wiedereinstieg.

Im weiteren Projektverlauf nehmen sie an drei Workshops zu den Themen

  • Bewerbung,
  • Zeit-/Selbstmanagement und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • sowie Selbstpräsentation, Kommunikation und Empowerment und Sprachwerkstatt teil.


Die Workshops bereiten sie auf den Bewerbungsprozess vor bzw. unterstützen sie im Bewerbungsprozess.
Zudem findet monatlich ein moderiertes Treffen in der Gruppe statt, bei dem die Teilnehmerinnen sich – angelehnt an das Modell der Erfolgsteams nach Barbara Sher – gegenseitig in ihrem Bewerbungs- und Orientierungsprozess helfen. Diese Treffen zielen neben dem Empowerment insbesondere auch auf die Netzwerkbildung der Teilnehmerinnen untereinander. Bei individuellen Fragen stehen die Beraterinnen jederzeit für persönliche Einzelcoachings zur Verfügung, außerdem sind sie per Telefon und E-Mail für die Teilnehmerinnen da. Insbesondere bei Fragen zu Bewerbungsunterlagen wird dieses Angebot in Form von Bewerbungscoachings rege genutzt.

Kooperationen und Netzwerke

Es bestanden offizielle Kooperationsvereinbarungen mit den Jobcentern Pankow und Spandau, dem Arbeitskreis neue Erziehung e.V. (ANE) und der Föderation türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED) und dem Unternehmerverband Berlin e.V. (UV). Im Zuge dieser Kooperationen wurden mindestens 1 Mal pro Jahr sowohl für potentielle Teilnehmerinnen als auch für die jeweiligen  Mitarbeiter*innen Informationsveranstaltungen zum Projekt durchgeführt. Die Zusammenarbeit mit dem UV gestaltete sich als schwierig, da der Verband sich in einem Umstrukturierungsprozess befand. Hier konnte nur ein Hinweis auf unser Projekt auf der Website angebracht werden. 
Darüber hinaus gab es weitere Kooperationen, ebenfalls in Form von gemeinsam organisierten Informationsveranstaltungen, mit anderen Jobcentern und Agenturen für Arbeit. Insgesamt wurden mehr als 15 dieser Veranstaltungen durchgeführt.

Ebenso war und ist das Projekt mit zahlreichen relevanten arbeitsmarktpolitischen Akteur*innen vernetzt, wie den Integrations-/Flüchtlings- und Frauenbeauftragten der Bezirke, dem BAMF, dem Willkommenszentrum-Berlin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, dem IQ-Netzwerk Berlin sowie verschiedenen Migrant*innenorganisationen und Frauenvereinen. Die Netzwerkarbeit besteht insbesondere aus gegenseitiger Multiplikator*innenarbeit und Verweisberatung aber auch aus gemeinsamen Angeboten und Teilnahme an Veranstaltungen.

Zum Beispiel veranstaltete das Projekt in Kooperation mit der Frauenbeauftragten des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und unter Beteiligung von BerlinArbeit den MUMM Career Day als Informationsbörse speziell für Frauen mit Migrationshintergrund und Studien- oder Berufsabschluss. Auch war MUMM regelmäßig u.a. bei folgenden Veranstaltungsformaten mit einem Informationsstand oder Vortrag/Kurzworkshop vertreten:

  • Jobaktiv-Messe der Bundesagentur für Arbeit,
  • Infotag zum beruflichen Wiedereinstieg für Frauen des Ewa Frauenzentrums e.V.

 
Zudem stehen wir durch unsere Mitarbeit in bezirklichen und überbezirklichen Gremien, wie der AG Flucht des Bezirksamts Mitte, des Netzwerks Lots*innenprojekte im Bezirk Neukölln oder dem Arbeitskreis Women for Women des Uni-Klinikums Charité in regelmäßigem fachlichem Austausch mit anderen Initiativen.

Projektergebnisse - Produkte und Angebote

Insgesamt haben 136 Frauen (100 %) aus 50 Ländern am Projekt teilgenommen.

Davon haben 42 % eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen, 29 % eine Weiterbildung begonnen, 18% sind in Praktika, Ehrenämter oder den Bundesfreiwilligendienst eingemündet und 11 % befinden sich noch im Prozess der Orientierung oder Arbeitssuche (Stand November 2018).

Zur Berufsqualifikation lässt sich Folgendes sagen: 49 % der Teilnehmerinnen haben einen Studienabschluss in Geistes-, Sozial und Kulturwissenschaften, 23 % schlossen ihr Studium in MINT Fächern oder Medizin ab, 21 % sind Wirtschaftswissenschaftlerinnen und 7 % haben Kreativ-Künstlerische Studiengänge absolviert.

Die Teilnehmerinnen verteilen sich nach Herkunftsregionen und derzeitigen „Flucht-Staaten“ wie folgt: 33% kommen aus EU Mitgliedstaaten (inkl. Bosnien, Moldawien und Beitrittskandidaten Türkei, Mazedonien), 13 % aus Postsowjetische Staaten, 23% aus Lateinamerika, 3% aus den USA, 6% aus  Afrika, 12% aus Asien und 10 % aus derzeitigen „Flucht-Staaten“(Syrien, Afghanistan, Iran).

Sowohl die Projektinhalte als auch das Projektdesign haben sich in weiten Teilen als wirksam und nachhaltig erwiesen. Der Zeitplan und die Erreichung der Zielgruppe wurde ebenfalls weitgehend erfüllt Herausfordernd in der Umsetzung war die extrem flexible Struktur der angebotenen Module und daraus resultierend die Bindung der Teilnehmerinnen. Beispielsweise wurden die Kernmodule (Workshops, Erfolgsteams) in zeitlich recht großen Abständen (6-8 Wochen) an jeweils unterschiedlichen Tagen durchgeführt und die Coachings nach individueller Terminvereinbarung.
Einerseits ermöglichte dies den Teilnehmerinnen zwar, je nach Ressourcen und aktueller Lebenssituation, individuell zu entscheiden, wann und in welchem Umfang Sie die verschiedenen Unterstützungsangebote nutzen. Andererseits gab es dadurch keine „klare MUMM-Struktur“ mit regelmäßig wiederkehrenden festen Terminen, was es den Teilnehmerinnen die Kontinuität erschwerte.

Verstetigung und Transfer

Um die Nachhaltigkeit und den Transfer unseres Projektdesigns zu sichern, haben wir im Rahmen unserer Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie der Kooperationspartnerschaften mit den Jobcentern, Agenturen für Arbeit und dem IQ Landesnetzwerk Berlin regelmäßig die Besonderheiten und Bedarfe unserer Zielgruppe in die fachliche und fachpolitische Diskussion eingebracht. Mittlerweile gibt es zunehmend Qualifizierungs- und Beratungsangebote – in Teilzeit oder mit Kinderbetreuung – nicht nur aber auch für gut- und hochqualifizierte Mütter internationaler Herkunft. Insbesondere innerhalb der Institutionen der Arbeitsverwaltung scheint es teilweise einen Perspektivenwechsel auf die Bedarfe und notwendige Flexibilisierung und Individualisierung von Unterstützungsangeboten für die Zielgruppe gegeben zu haben.

Kontakt

Berrin Alpbek
Telefon: 030-28883761
Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Projekt- WebSite: https://www.goldnetz-berlin.org/MUMM---Mutter-und-Migrantin--Motiviert-im-Job.htm
Goldnetz gGmbH
am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
https://www.goldnetz-berlin.org/

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