Ergebnisse - BerLearner GPO und BerLearner KVP

In den vom C & Q Bildungszentrum Haberhauffe durchgeführten „BerLearner“-Projekten wurden

  • Wissensmanagement-Lösungen in relevanten Geschäftsprozessen kleiner und mittlerer Unternehmen verankert (BerLearner GPO) und
  • Unternehmen in ihrem kontinuierlichen Veränderungsprozess bei der Einführung von Wissensmanagementlösungen unter gleichzeitiger Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen begleitet (BerLearner KVP).

Die Projekterfahrungen und nutzbaren Ergebnisse aus den Projekten werden im Folgenden aufgeführt.

 

In den vom C & Q Bildungszentrum Haberhauffe durchgeführten „BerLearner“-Projekten wurden

  • Wissensmanagement-Lösungen in relevanten Geschäftsprozessen kleiner und mittlerer Unternehmen verankert (BerLearner GPO) und
  • Unternehmen in ihrem kontinuierlichen Veränderungsprozess bei der Einführung von Wissensmanagementlösungen unter gleichzeitiger Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen begleitet (BerLearner KVP).

Die Projekterfahrungen und nutzbaren Ergebnisse aus den Projekten werden im Folgenden aufgeführt.

 

Nutzbare Ergebnisse

Leitfaden „Türöffner zum Wissensmanagement: Wissen erkennen, aufbereiten, anwenden“

Die Erfahrungen der beteiligten Unternehmen aus verschiedenen Branchen werden hier in abstrahierter Form wiedergegeben und stellen so branchenübergreifend anderen Unternehmen Handlungsempfehlungen zur wissensbasierten Fachkräfteentwicklung und Marktpositionierung mit Hilfe von Wissensmanagement zur Verfügung.

Die Befragung der Unternehmen erfolgte durch das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, das auch die externe Evaluation des Projekts durchführte. Der Praxisleitfaden „Türöffner zum Wissensmanagement“ ist kostenfrei als Printversion bei C & Q erhältlich ist oder kann als pdf-Dokument von der C & Q-Website heruntergeladen werden (http://wm-leitfaden.cy55.de/leitfaden).

Online-Tool zum Self-Assessment

Im Rahmen der Projektverlängerung (09/ 2012 – 04/ 2013) wurde der Praxisleitfaden „Türöffner zum Wissensmanagement“ im Open Source-System loops als Online-Version entwickelt (wissen.berlearner.de). Um den Wissensmanagement-Bedarf des eigenen Unternehmens zu testen, ist ein Self-Assessment integriert, das über ein Login erreicht  und automatisiert ausgewertet wird. Teilnehmer/innen des Assessments erhalten eine auf ihr Unternehmensprofil zugeschnittene Einschätzung und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung ihres Wissensmanagements.

Ergebnisbericht BerLearner GPO

In der Broschüre werden die Konzeption, der Ansatz und die Umsetzung des Projekts erläutert und Praxisbeispiele präsentiert. Außerdem werden die Projekterfahrungen und Synergien und auch das Nachfolgeprojekt BerLearner-KVP kurz vorgestellt.

Zur Broschüre.

Weiterentwicklung der Open-Source-Software loops

Die in den BerLearner-Projekten genutzte und weiterentwickelte Open-Source-Software loops steht der Öffentlichkeit zur Nutzung lizenzkostenfrei zur Verfügung. loops ist eine Entwicklung der Firma cyberconcepts IT-Consulting unter Leitung von Dr. Helmut Merz und wurde seit 2006 in Interaktion mit den an den BerLearner-Projekten teilnehmenden KMU entsprechend ihrer Anforderungen maßgeblich weiterentwickelt. Mehr zum Wissensmanagement mit loops und zum Download der Software siehe: http://www.wissen-statt-suchen.de/

Erkenntnisse / Empfehlungen:

Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Führungskräfte müssen sich zu Wissensmanagement-Projekten bekennen, sich am Prozess beteiligen und Wissensmanagement vorleben. Wissensmanagement betrifft die gesamte Unternehmenskultur – das beste Wissensmanagement nützt nichts, wenn die Mitarbeiter/innen nicht bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Nimmt die Unternehmensleitung das System offensichtlich ernst und nutzt es selbst, ist das die beste Voraussetzung dafür, dass die Mitarbeiter/innen es ebenfalls akzeptieren.

Die Bindung der Mitarbeiter/innen konnte durch Wissensmanagement gestärkt werden.

Das unternehmerische Wissen muss als Zusammenspiel von Menschen, Geschäftsprozessen und Technologie gesehen werden. Mitarbeiter/innen müssen daher frühzeitig in das Projekt eingebunden werden. Dadurch, dass ihnen keine vorgefertigten Lösungen vorgesetzt werden, sondern sie sich das Wissen selbst erarbeiten, erhöht sich nicht nur ihr Wissen, sondern, durch die dadurch erzeugte Transparenz, auch ihre Motivation. Durch neue Lern- und Wissenstransferformen kann folglich eine breitere Mitarbeiter/Innen-Basis erreicht werden, wodurch eine größere emotionale Bindung an das Unternehmen und stärkere Identifikation mit den Unternehmenszielen ermöglicht wird.


Zentrale Voraussetzung für die effektive Umsetzung von Wissensmanagement ist eine wertschätzende Unternehmenskultur.

Um die gewünschten Effekte zu gewährleisten, ist die Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten entscheidend: Jede Meinung und mitgeteilte Erfahrung signalisiert Interesse am Erfolg und sollte entsprechend gewürdigt werden. Dazu zählt auch eine entsprechende Fehlerkultur, bei der eine Vertrauensgrundlage besteht und Fehler zu positiv bewerteten Verbesserungen führen.

Auch die Bedeutung der internen Kommunikation sollte nicht unterschätzt werden.

Nicht nur die Notwendigkeit und der Nutzen von Wissensmanagement lassen sich durch eine gute interne Kommunikation vermitteln, auch Widerstände gegen die Teilnahme am Wissensmanagement konnten durch gezielte Kommunikation behoben werden.

Es sollte frühzeitig Akzeptanz erzeugt werden.

Bei der Einführung von Wissensmanagement sollte man zur Motivation aller Beteiligten für schnelle Erfolge an erfolgskritischen Schnittstellen sorgen. Lieber kleine überschaubare Projekte und Teilschritte planen und deren Erfolge feiern als eine 100%-Lösung in weiter Ferne anzustreben und auf dem Weg dorthin zu „verhungern“. Für den Übergang des Wissensmanagement-Systems in den Unternehmensbetrieb hat es sich als hilfreich erwiesen, den Startschuss mittels einer Kick-off-Veranstaltung durchzuführen.


Es empfiehlt sich, Anreizsysteme zu schaffen.

Es kann sinnvoll sein, beispielsweise für die Erstellung von Mikroartikeln, Prämien zu vergeben. Allerdings ist der geistige Einsatz nicht unbedingt von der Höhe einer Belohnung abhängig und eine intrinsische Motivation der Mitarbeiter/innen meist Erfolg versprechender als eine extrinsische.

Die Nutzerfreundlichkeit der Methoden und Technologien sind von zentraler Bedeutung.

Bereits in den Vorgängerprojekten hat sich gezeigt: Wissensmanagement findet in KMU nur dann Akzeptanz, wenn die dafür zur Verfügung stehenden Methoden und Technologien unmittelbar im Tagesgeschäft der Mitarbeiter/innen verankert werden können.


Flexibilität des Ansatzes

Der Ansatz muss flexibel sein, um auf aktuelle Bedürfnisse direkt reagieren zu können, und den individuellen Gegebenheiten im Unternehmen angepasst werden. Dazu zählt auch, dass Beteiligte und Verantwortliche bei der Umsetzung der Wissensmanagement-Projekte Gestaltungsspielraum und Flexibilität haben. In der Begleitung der Unternehmen hat sich gezeigt, dass es nicht die eine Lösung gibt. Wissensmanagement ist kein geradliniges Vorgehen: In manchen der teilnehmenden Unternehmen wurden verschiedene Methoden getestet, bewertet und wieder verworfen, bis ein passendes Vorgehen gefunden wurde.

Durch Storytelling kann der Prozess des Wissensmanagements unterstützt werden.

Ebenfalls als hilfreich hat sich das Konzept des Storytellings erwiesen. Mithilfe von Storytelling lassen sich beispielsweise nützliche Beiträge von Mitarbeiter/innen, aber auch Vorzüge der Veränderungen oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung herausstellen.

Das Material aus Vorgängerprojekten konnte Vertrauen schaffen.

Voraussetzung für eine effiziente Beratung ist das Vertrauen des Unternehmens in die Berater. Dazu erwies sich das gegenseitige Kennenlernen in Aufschlussberatungen als geeignet. Insbesondere erwies sich hier jedoch das Material aus den Vorgängerprojekten, in denen sowohl früherer Teilnehmer/innen und deren Projektergebnisse wie auch das C & Q-Team dargestellt werden, als sehr nützlich bei der Schaffung einer Vertrauensbasis.

Diese und weitere Projekterkenntnisse können in der Veröffentlichung „Türöffner: Wissen erkennen, aufbereiten, anwenden“ (http://www.cq-bildung.eu/consulting/berlearnerkvp) nachgelesen werden.

Transnationale Synergien und Transfer

 

Das BerLearner-Projekt trug zur Verstetigung der Kooperation mit der Westpommerschen Universität für Technologie Szczecin bei, in deren Ergebnis und mit Unterstützung der Berliner Wissenschaftszentren ein transnational einsetzbares, berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot „Bioinformatics“ erarbeitet wird. Hierfür werden insbesondere die Erfahrungen aus der Arbeit mit den Unternehmen aus dem Bereich Bioinformatik, die an den BerLearner-Projekten teilgenommen haben, sowie das Curriculum und die Erfahrungswerte aus der parallel bei C & Q ab dem Frühjahr 2011 laufenden Internationalen Weiterbildung „Assistent/in für Bioinformatik“ genutzt. Initiiert wurde die Kooperation mit der Universität Szczecin durch das Projekt „Transnationale Qualitätspartnerschaften (TPQ)“ des RKW Berlin-Brandenburg. Die Qualität der transnationalen Weiterbildung wird durch den iQcheck des RKW gesichert.
C & Q konnte im Rahmen der BerLearner-Projekte außerdem vielfältige Kontakte zu österreichischen Partnern/innen weiter ausbauen, die auch nach Projektende weiter gepflegt werden.

Mehr zu transnationalen Kooperationen und Synergien im Rahmen von BerLearner siehe: http://www.berlearner.de/e1841/e1876/e1891/e1893/index_ger.html

Kontakt

C & Q Bildungszentrum Haberhauffe GmbH
Storkower Str. 113, 10407 Berlin
www.cq-bildung.eu
Zur Projektwebsite: http://www.cq-bildung.eu/ueber/referenzen-komplett/projekte-referenzen
Tel.: +49 30 42 15 39 – 0Fax: *49 30 42 15 39 – 22; E-mail: info @cq-bildung.de

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