Gute Praxis vorstellen

 
 

Neue Ansätze der Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung

2013 fehlten in Berlin 59.000 Fachkräfte. Laut der 2010 vorgelegten gemeinsamen Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg könnten bis zum Jahr 2030 460.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Durch den demografischen Wandel droht gerade kleinen und mittleren Unternehmen der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, wenn es ihnen nicht gelingt, geeigneten Nachwuchs zu finden und freie Stellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen.

Zur Umsetzung der Fachkräftestudie wurde der Masterplan Qualifizierung gemeinsam von Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gewerkschaften aufgesetzt, dessen Leitziel die Qualifikation der in Berlin lebenden und arbeitenden Menschen ist. Der Masterplan ist damit auch ein zentrales Element in der Umsetzung der Ziele des arbeitsmarktpolitischen Programms BerlinArbeit im Bereich Fachkräftesicherung und -entwicklung.

Um die Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften zu versorgen, soll einerseits in die Ausbildung Jugendlicher sowie den Übergang Schule-Beruf, und andererseits in die Fort- und Weiterbildung berufstätiger Menschen investiert werden. Weitere Handlungsfelder des Masterplans sind die Fachkräfteweiterbildung an Hochschulen, Bildungsberatung und die Wachstumsregion Flughafen Berlin-Brandenburg. Besonderes Augenmerk gilt der Unterstützung von KMU, die oft nicht über die zeitlichen oder personellen Ressourcen verfügen, um den Anforderungen an eine moderne Personalentwicklung und Weiterbildungsplanung gerecht zu werden.

Potentiale nutzen!

Auf der einen Seite fehlen qualifizierte Bewerber, doch auf der anderen finden viele Berliner und Berlinerinnen keine Arbeit. Rein statistisch kommen in Berlin sogar auf vier zu besetzende Stellen sieben Arbeitslose. Ziel der Berliner Arbeitsmarktpolitik ist es, diesen Mismatch zu überwinden, die ungenutzten Potentiale zu erschließen und den Fachkräftebedarf zu decken.

Die Aktivierung bisher ungenutzter Potentiale wie (Langzeit-) Arbeitsloser und Unterbeschäftigter gilt daher als wichtigen Faktor in der Fachkräftegewinnung. Denn in Berlin liegt nicht nur die Arbeitslosenquote weit  über dem Durchschnitt, sondern die Arbeitslosen sind auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt geringer qualifiziert (49 % ohne Berufsabschluss im Vergleich zu 41 % bundesweit) und weitaus häufiger SGB-II-Bezieher (81,1 % gegenüber 68,5 % bundesweit) wie aus dem Eckpunktepapier zu BerlinArbeit aus dem Jahr 2012 hervorgeht. Außerdem ist die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen (14,0 %, Bundesdurchschnitt 6,1, Stand 2012) und den 55-65 Jährigen (12,6 % gegenüber 6,1 %, Stand 2012) höher als der Durchschnitt. Deutschlandweit ist die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit etwa doppelt so hoch wie von Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, was in einer Stadt mit einem hohen Migrantenanteil wie Berlin ebenfalls berücksichtigt werden muss.

Modellprojekte erproben Lösungen

Diese ungenutzen Potentiale gilt es zu erschließen, um den Mismatch zwischen fehlenden Fachkräften und Arbeitslosen zu überwinden. Wie durch Qualifizierung, Weiterbildung und Beratung Arbeitslose aktiviert und Fachkräfte gewonnen werden können, zeigen verschiedene Projekte, die modellhaft neue Wege der Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung erproben. Im Folgenden erfahren Sie, wie diese durch die Senatsabteilung für Arbeit, Integration und Frauen geförderten Projekte dem Fachkräftemangel entlang folgender Herausforderungen entgegenwirken:

2013 fehlten in Berlin 59.000 Fachkräfte. Laut der 2010 vorgelegten gemeinsamen Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg könnten bis zum Jahr 2030 460.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Durch den demografischen Wandel droht gerade kleinen und mittleren Unternehmen der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, wenn es ihnen nicht gelingt, geeigneten Nachwuchs zu finden und freie Stellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen.

Zur Umsetzung der Fachkräftestudie wurde der Masterplan Qualifizierung gemeinsam von Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gewerkschaften aufgesetzt, dessen Leitziel die Qualifikation der in Berlin lebenden und arbeitenden Menschen ist. Der Masterplan ist damit auch ein zentrales Element in der Umsetzung der Ziele des arbeitsmarktpolitischen Programms BerlinArbeit im Bereich Fachkräftesicherung und -entwicklung.

Um die Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften zu versorgen, soll einerseits in die Ausbildung Jugendlicher sowie den Übergang Schule-Beruf, und andererseits in die Fort- und Weiterbildung berufstätiger Menschen investiert werden. Weitere Handlungsfelder des Masterplans sind die Fachkräfteweiterbildung an Hochschulen, Bildungsberatung und die Wachstumsregion Flughafen Berlin-Brandenburg. Besonderes Augenmerk gilt der Unterstützung von KMU, die oft nicht über die zeitlichen oder personellen Ressourcen verfügen, um den Anforderungen an eine moderne Personalentwicklung und Weiterbildungsplanung gerecht zu werden.

Potentiale nutzen!

Auf der einen Seite fehlen qualifizierte Bewerber, doch auf der anderen finden viele Berliner und Berlinerinnen keine Arbeit. Rein statistisch kommen in Berlin sogar auf vier zu besetzende Stellen sieben Arbeitslose. Ziel der Berliner Arbeitsmarktpolitik ist es, diesen Mismatch zu überwinden, die ungenutzten Potentiale zu erschließen und den Fachkräftebedarf zu decken.

Die Aktivierung bisher ungenutzter Potentiale wie (Langzeit-) Arbeitsloser und Unterbeschäftigter gilt daher als wichtigen Faktor in der Fachkräftegewinnung. Denn in Berlin liegt nicht nur die Arbeitslosenquote weit  über dem Durchschnitt, sondern die Arbeitslosen sind auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt geringer qualifiziert (49 % ohne Berufsabschluss im Vergleich zu 41 % bundesweit) und weitaus häufiger SGB-II-Bezieher (81,1 % gegenüber 68,5 % bundesweit) wie aus dem Eckpunktepapier zu BerlinArbeit aus dem Jahr 2012 hervorgeht. Außerdem ist die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen (14,0 %, Bundesdurchschnitt 6,1, Stand 2012) und den 55-65 Jährigen (12,6 % gegenüber 6,1 %, Stand 2012) höher als der Durchschnitt. Deutschlandweit ist die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit etwa doppelt so hoch wie von Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, was in einer Stadt mit einem hohen Migrantenanteil wie Berlin ebenfalls berücksichtigt werden muss.

Modellprojekte erproben Lösungen

Diese ungenutzen Potentiale gilt es zu erschließen, um den Mismatch zwischen fehlenden Fachkräften und Arbeitslosen zu überwinden. Wie durch Qualifizierung, Weiterbildung und Beratung Arbeitslose aktiviert und Fachkräfte gewonnen werden können, zeigen verschiedene Projekte, die modellhaft neue Wege der Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung erproben. Im Folgenden erfahren Sie, wie diese durch die Senatsabteilung für Arbeit, Integration und Frauen geförderten Projekte dem Fachkräftemangel entlang folgender Herausforderungen entgegenwirken:

Besondere Engpässe

Manche Branchen sind stärker vom Fachkräftemangel betroffen als andere. Hier setzen Modellprojekte an, die die Aus- und Weiterbildung für diese Branchen im Blick haben.

Unterstützung der Personalentwicklung in KMU

Die Weiterbildungsbeteiligung von Beschäftigten kleiner und mittlerer Unternehmen ist in der Regel geringer als in großen Unternehmen, was insbesondere auf die eingeschränkten Möglichkeiten kleiner Betriebe, die Weiterbildung ihres Personals zu fördern, zurückgeht. Hier greifen Projekte, die Unternehmen bei der Personalentwicklung unterstützen.

Diversity

Das Potential von Personen mit Migrationshintergrund zur Fachkräftesicherung wird nach wie vor nicht ausreichend ausgeschöpft. Hürden sind insbesondere Probleme bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, eine geringe Weiterbildungsbeteiligung von Migrant/innen und mangelnde Sensibilisierung zum Thema Diversity.

Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen

Die Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg hat gezeigt „dass die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie eine Ausweitung der Erwerbsarbeit von Frauen einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können“. Wichtige Ziele sind die Erhöhung der Arbeitszeit, insbesondere von geringfügig Beschäftigten, und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Unterstützung der Weiterbildungsbeteiligung von Geringqualifizierten

Verschiedene vom Land Berlin geförderte Modellprojekte zielen auf die Erweiterung der Grundkenntnisse geringqualifizierter Menschen ab. Menschen mit mangelnden Lese- und Rechtschreibfähigkeiten haben schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, viele von ihnen sind arbeitslos.

Bildungsberatung, -begleitung und -evaluation

In der heutigen wissensbasierten Gesellschaft ist lebenslanges Lernen und  insbesondere die berufliche Weiterbildung unausweichlich. Um die Qualität und Effizienz der Weiterbildung zu unterstützen, werden verschiedene Projekt durchgeführt.